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Wassersportclub Haseldorf : Entschlickung bleibt Sorgenkind

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Da der Hafen mit immer neuen Sedimenten aus der Elbe aufgefüllt wird, muss er regelmäßig mit viel Aufwand vom Schlick befreit werden. Der Wassersportclub Haseldorf sieht einer möglichen Elbvertiefung mit Sorge entgegen.

Haseldorf | „Kinder, wie die Zeit vergeht!“ Das war der Titel der Festzeitschrift im Jahr 2012 zum Jubiläum „40 Jahre Wassersportclub Haseldorf e.V“. Darin wurde lebendig beschrieben, wie viel Knochenarbeit, ausgefeilte Logistik und ein starker Zusammenhalt unter den Mitgliedern nötig waren, um aus eigener Kraft den tideabhängigen Hafen zu erschaffen.

Damals wie heute kann der Verein stolz auf eine von Fleiß und Knowhow geprägte Bilanz zurückblicken. Auf der 45. Jahreshauptversammlung des WSC Haseldorf (WSCHa) am vergangenen Freitag im Jägerkrug Hohenhorst war der große Saal  komplett mit Mitgliedern, die alle über die Pläne und anstehenden Anschaffungen im Jahr 2017 demokratisch abstimmen konnten.

Kommunikations-Team gegründet

Diese neue Art der Mitbestimmung aller Mitglieder war für den WSC-Vorsitzenden Volker Hauschildt neben seinem ausführlichen und positiven Jahresrückblick auch ein wichtiger Punkt. Im Verein war mehr Kommunikation gewünscht worden. Nach einigen Vorschlägen zu diesem Thema gibt es nun ein Kommunikations-Team mit Sascha Küchler, Ralph Ollig und Alfred Schley, das sich zeitgemäß mit Einsatz elektronischer Medien um schnelle News und sowohl den externen als auch einem Internetauftritt nur für Mitglieder kümmern wird.

Im weiteren Verlauf sprach der Vize-Chef des WSC Klaus-Dieter Sellmann über technische Aktivitäten und Erweiterungen des Vereins, bedankte sich herzlich bei der „Schlengel-Truppe“ und lobte die „Schlickrutscher“ für ihre Arbeit. Auch konnte er finanziell eine super Bilanz seit dem Jahr 2000 ziehen.

Der Verein sei schuldenfrei, „ihr könnt stolz darauf sein, denn ihr habt das selber geleistet und bezahlt“, so Sellmann zu den Mitgliedern im Saal. Diese positive Finanzlage konnte auch Kassenwart Wolfgang Wilkens belegen und sprach von einer „fast schwarzen“ Null. Zum neuen Kassenprüfer wurde einstimmig Alfred Schley gewählt. Auch Jugendwart Thomas Möbius konnte nur Gutes berichten. Er wird ein neues Schlauchboot für den Nachwuchs erhalten.

Zweiter Verein innerhalb des WSC?

Einen besonders wichtigen Part des Abends nahmen die Themen zur Entschlickung des Haseldorfer Beckens ein. Da der Hafen von der Tide abhängig ist und so mit immer neuen Sedimenten aus der Elbe aufgefüllt wird, muss er regelmäßig mit einem speziellen Boot und viel Aufwand vom Schlick befreit werden. Mitglied Wolfgang Werther machte dazu ernste Rechnungen auf und warnte, dass der Hafen bei einer Elbvertiefung und einem Zuschütten der Priele gänzlich verschlicken könnte: „Da würden dann auch die Gelder vom Wasser- und Schifffahrtsamt nicht mehr helfen.“

Fast in einem Nebensatz erwähnte Hauschildt, dass sich innerhalb des WSC ein zweiter Verein gegründet hätte. Öffentliche Aussagen gab es von dieser Seite bei der Versammlung nicht. Der Vorsitzende erinnerte daran, dass alle Schipper „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ bräuchten und das ginge nur mit „machen und nicht so viel reden“.

Der WSC-Haseldorf (WSCHa) hat jetzt 112 aktive Mitglieder, neu dazu gekommen sind: Florian Heydorn, Aike Bierbaum, Niels Marten Johannsen. Kai Schmidt und Uwe Schölermann. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Klaus-Dieter Sellmann geehrt, Wilfried Plüschau für 40 Jahre. Er wurde auch zum neuen Kommodore ernannt. Vorgänger Adolf Schwarz war 2016 verstorben. Zum Pachtgelände gehören die ersten drei Bäume, dahinter ist das Betreten verboten. Filme und Bilder zur Jahreshauptversammlung kamen von WSCHa-Mitglied Alfred Schley zeigte gestaltet.
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erstellt am 06.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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