Entdeckungsreise in Botanik und Kunst

Der Ur-Urgroßvater von Annegret Hamster hat den „Fesefeldt-Apfelbaum“ 1874 gepflanzt.
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Der Ur-Urgroßvater von Annegret Hamster hat den „Fesefeldt-Apfelbaum“ 1874 gepflanzt.

Die Haseldorfer Gästeführerin Annegret Hamster bietet sechs Touren an

shz.de von
21. April 2016, 16:00 Uhr

Für wissbegierige Naherholungssuchende und heimatkundlich Interessierte startet am Sonntag, 24. April, eine neue Veranstaltungsreihe. Gästeführerin Annegret Hamster aus Haseldorf bietet bis Oktober insgesamt sechs Führungen an. Die profunde Kennerin der Geschichte ihres Heimatdorfs und der Marsch schlägt einen Bogen von der Botanik über die Literatur bis hin zur Kirchengeschichte. Im Mai und Juni gibt es zudem einen weiteren Leckerbissen: In der St.-Gabriel-Kirche am Schlosspark, in der alle Führungen starten, finden sonntags Kurz-Konzerte mit Kantor Jörg Dehmel statt. Der Eintritt zu „30 Minuten Orgelmusik“ mit Barock-Werken von Buxtehude und Bach kostet vier Euro, Kinder haben freien Eintritt.

Hamster startet mit einer Exkursion passend zur Saison unter dem Titel „Frühlingserwachen – Apfelblüte“. Neben einem Spaziergang durch den öffentlichen Teil des Schlossparks gibt es Informationen über alte Apfelsorten. Denn auch damit kennt sich die Gästeführerin bestens aus – ist doch die Geschichte der Sorte „Schöner von Haseldorf“ Teil ihrer eigenen Familienhistorie. Ihr Ur-Ur-Großvater mütterlicherseits, Hans Hinrich Fesefeldt, hatte 1874 den Setzling ohne Sortenbezeichnung aus dem Alten Land über die Elbe gebracht. Natürlich ist der „Schöne“ auch in der Haseldorfer Obstsortensammlung hinterm Deich am Hafen zu finden. Dort gibt es knapp 500 Bäume, darunter 125 historische Apfel-Sorten.

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