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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 19:58 Uhr

„Engel der Kulturen“ wirkt weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neues Projekt: Häkel-Tipi als Symbol für Gemeinschaft

Mit der Bodenintarsie auf dem Rathausplatz, die das Miteinander der drei Weltreligionen symbolisieren soll, hat die Initiative „Engel der Kulturen“ dauerhaft ein Zeichen für Frieden und Verständigung mitten in Wedel gesetzt. Die Installation war 2014 Höhepunkt einer monatelangen Projektarbeit – nicht jedoch das Ende der Bewegung. 2015 folgte am selben Ort das „Bunte Dinner“. Jetzt startet eine neue Gemeinschaftsaktion. Hunderte 19 mal 19 Zentimeter große textile Quadrate, gehäkelt oder gestrickt, sollen zu einem großen begehbaren Tipi zusammengefügt werden. Der Fantasie bei Farb- und Designwahl sind keine Grenzen gesetzt.

Wo es aufgestellt wird, symbolisiert es Gemeinsamkeit, den gemeinsamen respektvollen Umgang unterschiedlicher Kulturen, ganz wie der „Engel der Kulturen“ selbst, so die Initiatorinnen Brigitte von Winterfeld, Hatice Sari und Nancy Gomez. Sie haben bereits losgelegt – offizieller Startschuss soll jedoch am Mittwoch, 13. April, in der Volkshochschule (ABC-Straße 3) sein.


Info-Abend am 13. April


Ab 18 Uhr erläutern sie ihre Idee, die sie vom Kirchentag 2015 mitgebracht haben: etwas herzustellen, das den Menschen schützt – ein Zelt –, und das zugleich Symbolcharakter hat und bereits über die Arbeit daran verbindet. Wobei die Frauen betonen: Es soll kein Häkelbüdelclub etabliert werden. Vielmehr sollen Begegnungen und Austausch der Akteure gefördert werden. Auch gibt es keinen Fix-Termin für eine große Tipi-Gruppe. Intention ist vielmehr, dass sich viele eigene Gruppen bilden, aber auch dass Einzelpersonen die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen. Während der Interkulturellen Wochen im September, so das Ziel, sollen die Quadrate dann zum Tipi werden. Dieses soll immer wieder in Wedel auftauchen, etwa auf dem Sozialmarkt oder dem Hafenfest.

Ebenfalls ganz im Geiste des „Engels der Kulturen“ steht zudem ein neuer interkultureller Gesprächskreis für Frauen. Initiiert hat ihn Grada Jakobs-van Drie, Leiterin der Seniorenresidenz Graf Luckner Haus, die künftig einmal pro Quartal den Wintergarten der Einrichtung am Hans-Böckler-Platz 15 für die Treffen zur Verfügung stellen möchte. Ob Geschlechterrollen oder die Akzeptanz als Migranten: „Wir haben gesehen, dass es auf allen Seiten viele offene Fragen gibt“, schildert Sari die Erfahrungen aus einem „Tag der offenen Moschee“ der Türkisch-Islamischen Gemeinde Wedel im vergangenen Jahr. Bei Jakobs-van Drie stieß sie damit beim Treffen der Projektgruppe „Engel der Kulturen“ auf offenen Ohren. Was folgte, war die Gesprächskreis-Premiere am 22. März, deren Erfolg Anstoß für Jakobs-van Drie war, weiterzumachen. Im Mai gibt es das nächste Treffen.

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erstellt am 09.Apr.2016 | 16:00 Uhr

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