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Heist : Engel aus der Hölle rocken das Tower Festival

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mehr als 1500 Besucher kamen zum rocken auf das Flugplatzgelände in Heist.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2014 | 12:00 Uhr

Heist | Sonnabendmorgen kam der Schock für die Veranstalter des Tower Festivals auf dem Flugplatz Heist: Der Headliner hatte abgesagt. Das Management von Andreas Kümmert teilte in einer E-Mail mit, dass der Gewinner von „The Voice of Germany“ nicht auftreten kann. Der 28-Jährige sei erkrankt. „Das war schon sehr enttäuschend“, erklärte Kai Ludewigs vom Veranstalter Tower-Events-Heist. Sofort wurden die anderen Bands abtelefoniert, die sich sogleich bereit erklärten, jeweils drei zusätzliche Songs zu spielen. „Am Ende hat wohl keiner Herrn Kümmert vermisst“, war sich Ludewigs sicher und schätzte: „Ich denke, dass 50 bis 100 Leute wegen ihm gekommen sind, aber dennoch auf ihre Kosten kamen.“ Dafür sorgten echte Partybands.

Die schwerste Aufgabe des Tages hatte die Hamburger Band „Bad Sister“ mit der neuen Frontfrau Sandra Hofmann. Als erste Band eröffneten sie am frühen Nachmittag direkt nach einigen kurzen Regengüssen das Festival. Mit der Sonne kamen dann auch die Besucher – am Ende mehr als 1500. „Für die Wetterlage war es ein voller Erfolg“, bilanzierten die Veranstalter.

Die „Irish Bastards“ sorgten mit ihrem Irish-Speedfolk-Rock dafür, dass die Besucher auch schnell den Weg vor die Bühne fanden. Neben den musikalischen Stärken setzen die Musiker aus Hamburg und Bremen auf ihre drei Tänzerinnen, die mit unterhaltsamen Choreografien und optisch überzeugten.

Als „Illegal 2001“ beim Soundcheck „Dosenbier macht schlau“ anstimmte, grölten viele im Publikum schon mit. Thomas Lötzsch zeigte, dass er die in Musikerkreisen oft beschriene Rampensau ist und unternahm auch den einen oder anderen Ausflug ins Publikum – so lange ihn das Mikrofonkabel laufen ließ. Die AC / DC-Coverband „Bon Scott“ – benannt nach dem 1980 verstorbenen Sänger der australischen Band – schlüpfte problemlos in eine der Headliner-Rollen und spielte feinsten Rock. Dabei schöpften sie aus dem seit 1973 angesammelten Repertoire der Band und begeisterten nicht nur mit Klassikern wie „Hells Bells“ oder „Highway to hell“.

Den wohl heißesten Auftritt des Abends lieferte „Feuerengel“. Die Rammstein-Coverband stand ihren Vorbildern hinsichtlich Show und Einsatz von Feuer und Pyrotechnik in nichts nach. „Der Auftritt war der Hammer“, brachte Mitveranstalter Ludewigs auf den Punkt, was viele Besucher dachten. Kurz nach Mitternacht stürmten die Hamburger Musiker von „Sixfold Rejects“ die Bühne, vor der es sich aber schon deutlich geleert hatte. Etwas schade, für die erst 2013 gegründete Band, die es aber sportlich nahm. Show must go on.

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