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Klimafonds Wedel : Endlich: Klimaschützer werden ärmer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Finanzamt gibt dem Klimafonds Wedel vor, seine Rücklagen zu reduzieren. Der Verein ist zuversichtlich, die Vorgaben jetzt zu erfüllen.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | Zu viel Geld. Solche Probleme möchte man haben. Der Klimaschutzfonds Wedel hat sie – und ist damit alles andere als glücklich. Doch es besteht Hoffnung: Der Verein hat endlich Möglichkeiten aufgetan, sich seines Reichtums zu entledigen. Das zeigte sich während der Jahreshauptversammlung.

Rückblick. 2012 werden die organisierten Klimaschützer vom Finanzamt auf Grund erheblich zu hoher Rücklagen angezählt. Bis Ende 2015 müssen diese in merklichem Umfang reduziert werden, so die Maßgabe – auf maximal zwei Jahresumsätze. Sonst verliert der Verein seine Gemeinnützigkeit.

Was das in Zahlen heißt, rechnete Schatzmeister Dirk Carstens vor: Bei einem aktuellen Umlaufvermögen von rund 31.000 Euro und voraussichtlichen Einnahmen von 11.000 Euro per anno sind rund 15.000 im Jahr auszugeben. 2013 war dies nicht annähernd gelungen. „Wenigstens ein knappes Minus – das ist gut“, konnte Carstens bei einer Verringerung des Umlaufvermögens von 183,64 Euro und rund 2000 Euro an Abschreibungen bilanzieren. „Nicht wirklich gut allerdings, was die Vorgaben des Finanzamts angeht“, so Carstens. „Aber mit dem, was wir an Projekten vorhaben, kriegen wir das hin.“

Denn der Verein hat seinen Appell ernst genommen: „Wir müssen kreativ werden“, hatte Carstens 2013 in punkto Geldausgeben gefordert. Jetzt konnte Vorsitzender Michael Koehn gleich mit mehreren größeren Projekten aufwarten, die mit Satzung und Finanzamtsforderungen konform sind.

Dickster Batzen: die Modernisierung der Carl Zeiss Vogelstation. In Kooperation mit dem Nabu als Träger will der Kimaschutzfonds die Warte in der Wedeler Marsch zum energieautarken, hoch-effizienten Modell- und Forschungsprojekt ausbauen. Aktuell wird die Station von unten isoliert und um eine Photovoltaik-Anlage inklusive Akku-Speicher für sonnenschwache Zeiten erweitert. Bis zu 20.000 Euro setzt Koehn für dieses Vorhaben über drei bis fünf Jahre an.

Zudem sind weitere Klima-Projekte an Wedeler Schulen geplant. Strategien zur Reduzierung von Plastiktüten in Zusammenarbeit mit Wedels Kaufleuten sowie Versuche, die HVV-Profi-Card für Wedels Verwaltungs-Mitarbeiter und gegebenenfalls auch weitere Institutionen wiederzubeleben sind ebenfalls Projekte, die Koehn und seine Mitstreiter „in der Pipeline haben“.

Des Weiteren auf der Tagesordnung: Wahlen. Wiedergewählt wurde Carstens als Schatzmeister, der eigentlich an einen Nachfolger abgeben wollte. Jetzt macht er weiter, bis sich ein anderer für den Job gefunden hat. Birgit Nußbaum und Stefan Tarasiewicz wurden als Kassenprüfer im Amt bestätigt. Neue Zweite Vorsitzende wurde Gaby Winter, nachdem ihr Vorgänger Paul Foelkel erklärt hatte, nicht mehr zu kandidieren.

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