Elmshorn: Gymnasien gehen zurück zu G 9

Entscheidung an beiden Schulen gefallen / Aus fürs Turbo-Abi

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17. Januar 2018, 15:38 Uhr

Weg mit dem Turbo-Abi − zurück zu G  9: Das hatten sich viele Eltern, Schüler und auch Lehrer schon lange sehnlichst gewünscht. In Elmshorn wird der Wunsch jetzt Wirklichkeit und zwar an beiden Gymnasien, der Elsa-Brändström-Schule (EBS) und der Bismarckschule. Ab dem Schuljahr 2019/2020 sollen sowohl die fünften als auch die sechsten Klassen der Gymnasien das Abitur in neun Jahren ablegen. Heißt: Jungen und Mädchen, die im Sommer aufs Gymnasium wechseln, werden nach neun Jahren ihr Abitur machen können.

Die neue Landesregierung von CDU, FDP und Grünen hatte den Weg für die Abschaffung des Turbo-Abiturs frei gemacht. Die Beibehaltung von G 8 ist an den Gymnasien nur möglich, wenn die Schulkonferenz – in ihr sitzen Lehrer, Eltern und Schüler – dies mit einer Dreiviertelmehrheit beschließt.

An den beiden Elmshorner Gymnasien war das Festhalten an G 8 in den Schulkonferenzen am Ende der Diskussionen keine Option mehr. Es wurde kein entsprechender Antrag zur Abstimmung gestellt. Zu groß war die Mehrheit für einen Wechsel zum alten System, das 2007 abgeschafft worden war. „Die einzelnen Gremien von Schülern-, Eltern- und Lehrervertretern haben sich alle für den Wechsel zu G 9 entschieden“, betonte Peter Rosteck, Schulleiter der Bismarckschule. Deshalb sei es nicht notwendig gewesen, auf einer Schulkonferenz darüber abzustimmen. „Die nötigen 75 Prozent für einen Verbleib bei G 8 wären nicht zustande gekommen.“ Grundsätzlich habe die Schulgemeinschaft nie hinter dem Wechsel zu G 8 gestanden, es sei der politische Wille umgesetzt worden.

Die Rückkehr zu G 9: Mit den Konsequenzen wird sich auch die Stadt als Schulträger auseinander setzen müssen. Stadtrat Dirk Moritz geht davon aus, dass in Zukunft wieder „mehr Schüler an den beiden Gymnasien angemeldet werden“. Persönlich hält Moritz G 9 für die bessere Alternative: „Weil viel Druck von den Schülern genommen wird.“ 

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