Brückenschlag auf breiter Basis : Elfte Interkulturelle Wochen in Wedel

Gestern stellten Veranstalter sowie die Koordinatoren Sabine Wolff (Zweite von rechts) und Joachim Rose (Mitte) das Programm der Interkulturellen Wochen vor.
Gestern stellten Veranstalter sowie die Koordinatoren Sabine Wolff (Zweite von rechts) und Joachim Rose (Mitte) das Programm der Interkulturellen Wochen vor.

Mehr als 20 Institutionen und Privatpersonen gestalten die Aktion vom 7. bis 29. September.

shz.de von
24. August 2018, 12:00 Uhr

Wedel | „Vielfalt verbindet“: Das Motto ist gleich in zweifachem Sinne Programm bei der elften Auflage der Interkulturellen Wochen in Wedel. Es steht für den Brückenschlag zwischen Kulturen und Nationalitäten, der wesentliche Motivation für die Organisatoren ist. Zugleich zeigt sich Vielfalt in der großen Bandbreite der Veranstaltungen, für die die Interkulturellen Wochen einmal mehr die verbindende Klammer sind. Gut 20 Institutionen, Vereine, Beratungsstellen und Einzelpersonen wirken in diesem Jahr mit. Mehr als 40 Termine an 15 Orten in Wedel sind im Veranstaltungskalender vermerkt. „Schön, dass es sich über die ganze Stadt verteilt“, zeigt sich Koordinatorin Sabine Wolff von der Caritas Migrationsberatung erfreut. „Menschen aus europäischen Ländern, alteingesessene Wedelerinnen und Wedeler sowie Flüchtlinge, die ihrer Heimatländer verlassen mussten, junge und alte Menschen: Die Veranstalterinnen und Veranstalter freuen sich über Menschen, die offen sind für Begegnungen und Gespräche, interessante Informationen und gute Gelegenheiten, sich näher kennenzulernen“, so Wolff.

Buntes Dinner auf dem Rathausplatz

Erste Möglichkeit im großen Stil ist am Auftakttag Freitag, 7. September, ab 17 Uhr beim Bunten Dinner auf dem Rathausplatz. Nach den Erfahrungen aus dem Regenjahr 2017 gibt’s auch einen Ausweichtermin, sollte das Wetter nicht mitspielen: den 14. September. Bis Sonnabend, 29. September, erwarten Interessierte Vorträge und Vorführungen, Lesungen, Ausstellungen, Treffs, Konzerte, Kunst und Mitmach-Aktionen. Da wird gemeinsam gekocht, gegrillt und gefrühstückt, wird zusammen Sport gemacht, vorgelesen in verschiedenen Sprachen und jede Menge Wissenswertes vermittelt. Beispiele gefällig? Am 15. September stellt ein aus Syrien Geflüchteter ab 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim seine per Handy gefilmten Erlebnisse vor. Der Nähtreff, vor drei Jahren als Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund gegründet, stellt am 12. September ab 15 Uhr in der Gärtnerstraße 5 seine Arbeit vor. Am 22. September laden Nancy Gomez und Joachim Juse zu einer Pena mit vielen Künstlern und kulinarischen Genüssen für 17.30 Uhr ins „mittendrin“ ein, um Spenden für ihr Hilfsprojekt in Chile einzuspielen. Die Familienbildung möchte am 17. und 24. September vor allem Migranten-Familien das richtige Verhalten beim Hunde-Begegnungen vermitteln. Das Frauennetzwerk lädt für 10. September zum Themenabend zur Kleiderfabrikation inklusive Ausstellung in die Stadtbücherei ein. Auch die VHS zeigt eine Ausstellung. Ihr Thema: Geflüchtete, die in Wedel arbeiten.

Das Programm ist noch in der Feinabstimmung. Es wird Anfang September unter anderem an den Veranstaltungsorten erhältlich sein. Zudem stellt das Tageblatt in loser Folge einzelne Aktionen und Veranstaltungstage der Interkulturellen Wochen vor.

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