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Wedel : Elbe-Parkplätze werden 100.000 Euro teurer

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Auflagen des Küstenschutzes zwingen Wedel zum Umdenken: Jetzt will die Verwaltung in zwei Abschnitten bauen. Die ersten 120 neuen Stellflächen gibt es im Spätsommer.

Wedel | 450.000 Euro wollte es sich die Rolandstadt kosten lassen, Entspannung in die Park-Chaos-Situation zu bringen, die regelmäßig Sonne, Wochenenden und Feiertage rund um das westliche Wedeler Elbufer mit sich bringen. 6000 Quadratmeter für 210 neue Parkplätze direkt am Deich – an diesen Planzahlen hat sich dabei nichts geändert. Wohl aber an den Kosten. Nach Kalkulation des Investitionsvolumens unter Berücksichtigung der Auflagen, die der zuständige Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) macht, ist jetzt klar: Das Ganze wird satte 100.000 Euro teurer.

Eine Kostensteigerung um mehr als 20 Prozent: Das gibt der mühsamst ausgeglichene Haushalt 2014 – so er denn genehmigt wird – nicht her. Also ist die Stadt zum Umdenken gezwungen – und das hat sie auch bereits getan. Eine entsprechende Mitteilungsvorlage ist Diskussionsgegenstand in der nächsten Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses am Donerstag, 27. Februar.

Problem ist die geforderte Vollversiegelung der 30 Meter breiten und 180 Meter langen Anlage, die in Verlängerung des Schneider-Parkplatzes zwischen Strandbaddamm und Deichstraße geplant ist. Die Stadt dagegen hatte ursprünglich mit wassergebundenen Teiloberflächen kalkuliert. Nicht zulässig, sagt jetzt das LKN. Begründung: Eine Durchweichung des Deiches soll vermieden werden.

Also Vollversiegelung. Dabei lasse sich durch die Materialwahl keine merkliche Kostenreduzierung erzielen, heißt es seitens der Stadt. Somit blieben zwei Varianten – eine Reduzierung der Stellflächen oder ein Bau in zwei Abschnitten.

Die Verwaltung hat sich für letztere entschieden. Begründung: Es sei davon auszugehen, dass der Hafen nach dem laufenden Umbau ein touristischer Anziehungspunkt sein werde. Der überwiegende Teil der Besucher werde auch künftig mit dem Fahrzeug an die Elbe fahren und dort oder in unmittelbarer Nähe parken wollen.

Daher solle an der ursprünglichen Planung festgehalten werden, heißt es aus dem Rathaus. Mit der Konsequenz, dass nun zunächst bis Spätsommer 120 Parkplätze gebaut werden sollen. Entsprechende Ausschreibungsunterlagen werden bereits vorbereitet. Zudem sollen für einen zweiten Abschnitt, der 2015 realisiert wird, weitere Mittel beantragt werden.

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erstellt am 19.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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