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Haseldorf: Nein zum Baugebiet : Einwohnerbefragung: Herbe Schlappe für Schölermann

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Nachdem im Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) die Einwohnerbefragung ausgewertet ist, steht fest: Die Pläne der CDU-Mehrheitsfraktion werden abgelehnt.

Haseldorf | Das Ringen um die Ausweisung eines Neubaugebiets in der Gemeinde Haseldorf geht in die nächste Runde. Nachdem im Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) die Einwohnerbefragung ausgewertet ist, steht fest: Die Pläne der CDU-Mehrheitsfraktion werden abgelehnt. SPD-Gemeindevertreter Thomas Hölck fordert von Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) persönlich Konsequenzen zu ziehen.

Von den 1513 stimmberechtigten Einwohnern haben sich 584 beteiligt, das sind 38,6 Prozent. Für die Schaffung eines weiteren Baugebiets mit etwa 40 Wohnbauplätzen auf einer Erweiterungsfläche des vorhandenen Neubaugebiets „In de Masch“ und „Bi de Feldmöhl“ sprachen sich 216 Bürger aus, mit Nein stimmten 341 Haseldorfer. Zudem gab es 29 ungültige Stimmen.

In einer von Schölermann herausgegebenen Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass das Ergebnis gemäß Paragraf 16  c Absatz 3 der Gemeindeordnung von der Gemeindevertretung angemessen zu berücksichtigen sei. „Die Gemeindevertretung ist jedoch gemäß dieser Vorschrift nicht an das Ergebnis gebunden“, heißt es weiter. Das Ergebnis und die ebenfalls möglichen Erläuterungen auf den Fragebögen sollen während der nächsten Ratssitzung erfolgen, die voraussichtlich am 4. Juli stattfinden wird.

Auf das Resultat angesprochen wollte Schölermann sich dazu gestern nicht weiter äußern. Hölck wertete das Ergebnis als schwere Niederlage für den Bürgermeister. „Er hat offensichtlich den Draht zu den Bürgern verloren“, sagte der SPD-Mann. Seine Amtsführung spalte zunehmend das Dorf. Das Ergebnis müsse respektiert werden und in einen Bürgerdialog münden. Hölck betonte, dass seine Fraktion nicht grundsätzlich gegen Ausweisung von Bauland sei. „Wir wollen nach wie vor einen Dorfentwicklungsplan und dann entscheiden, wie es weitergehen soll“, so der Sozialdemokrat.

Wilfried Kahnert, Schatzmeister der freien Wählergemeinschaft Bürger für Haseldorf (BfH) sagte: „Wir sind überwältigt, dass es doch so viele Nein-Stimmen gab.“ Die Frage sei, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. „Sollte sich die CDU-Mehrheitsfraktion trotzdem für den Kauf entscheiden, behalten wir uns weitere Schritte vor“, kündigte er an.

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erstellt am 12.Mai.2017 | 16:10 Uhr

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