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Wedel : Einstimmiges Votum für Weg zwischen Schulauer Straße und Lüttdahl

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der B-Plan ist jedoch für die Schublade - die Grundstückseigner spielen nicht mit.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2015 | 12:15 Uhr

Wedel | Der Rad- und Fußweg auf der Trasse der ehemaligen Südumfahrung: Er gilt vielen als die Chance, Radfahrer und Fußgänger aus dem B431-Nadelöhr Mühlenstraße und Rolandstraße raus und in Gefilde jenseits des Hauptstraßen-Gefahrenpotenzials zu leiten. Mit dem Bebauungsplan für das Teilstück zwischen Lüttdahl und Schulauer Straße wollte die Stadt einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternehmen. Der B-Plan steht mit einstimmigem Ratsbeschluss – er wird jedoch in der Schublade verschwinden müssen.

Anders als man vermuten könnte ist es nicht in erster Linie Wedels Haushaltsschieflage, die der Realisierung des Abschnitts am Geesthang im Wege steht. Es sind vielmehr die Eigentumsverhältnisse. Die Trasse führt teilweise über Privatgrundstücke. Und mindestens ein Eigner ist nicht bereit, Land herzugeben für den neuen Weg. „Hiermit lege ich gegen den Bebauungsplan Einspruch ein“, heißt es in den Stellungnahmen im Rahmen der öffentlichen Auslegung – anonymisiert. Weiter: „Der dort geplante Rad- und Fußweg befindet sich dann überwiegend auf meinen Eigentumsflächen. Auch für weitere gegebenenfalls anfallende Verkaufsgespräche bin ich nicht bereit.“ Klare Ansage.

„Bedauerlich“ nannte Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke diese Wendung in der Wegeplanung. Seine Partei habe jedoch ein weiteres Problem mit dem B-Plan: die Ertüchtigung eines Teils des Wegs zur Nutzung für Kraftverkehr. Tatsächlich ist in dem B-Plan von einer Feuerwehrzufahrt für das neue Wohngebiet am Kirchstieg die Rede. Wuttke machte deutlich: Die Grünen seien da skeptisch, auch was in dem Zusammenhang eine Überquerung des Mitteldeichs angehe. Es sei keine gute Idee, eine zusätzliche Straße an das neue Baugebiet heranzuführen.

Stadt: Keine Straße geplant

Bürgermeister Schmidt widersprach: Es handle sich um keine Straße. Ein grundloses Befahren werde durch Pfosten unterbunden. Zudem sei kein Asphalt geplant, sondern eine wassergebundene Decke, so Bauamtschef Klaus Lieberknecht. Auch die SPD teile die Bedenken der Grünen, macht Manfred Eichhorn deutlich. Dies könne man jedoch bei der endgültigen Planung immer noch ändern.

Es sei eine gute Nachricht, dass die Wegeverbindung kommen soll, sagte FDP-Fraktionschefin Renate Koschorrek. Nun sei eben nur noch fraglich, wann. Sie hob hervor, dass der Abschnitt auch Teil des historischen Kirchstiegs zwischen Wedel und Holm ist, dessen Wiederbelebung ebenfalls auf Wedels Agenda steht. Er sei nicht so pessimistisch, was eine Realisierung angehe, so Planungsausschusschef Michael Schernikau (CDU). Vielmehr sei er guter Hoffnung, dass die einstige Südumfahrungstrasse bald vor allem von Schülern statt der gefährlichen Mühlenstraße genutzt werden könne.

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