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Holm/Heist/Haseldorf/Hetlingen : Einschulungen in den H-Dörfern

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

94 Erstklässler wurden in den H-Dörfern eingeschult. Während der Feiern mussten viele Verwandte stehen.

Große Aufregung hing in der Luft – überall in Marsch und Geest trugen relativ kleine, aber stolze Kinder relativ große Schulranzen auf dem Rücken und noch weit größere bunte Schultüten fest im Arm: 94 Erstklässler wurden gestern in den Grundschulen der Gemeinden Holm, Haseldorf, Hetlingen und Heist eingeschult. Das war nicht nur für die Abc-Schützen ein einschneidendes Erlebnis, sondern ebenso aufwühlend auch für die Eltern, Verwandten und Freunde, die ihre Kinder in großer Zahl begleiteten.

„Wir schließen wegen Überfüllung“, rief Rektorin Andrea Zwack denn auch gleich zu Beginn der Feier in Holm. Vor ihr in der Sporthalle saßen 32 Erstklässler, 97 ältere Schüler und unzählige Begleitpersonen. Um den überwältigten Schulanfängern die Beklommenheit zu nehmen, bekannte die Rektorin gleich zu Beginn: „Immer wenn wir neue Schüler kriegen, sind wir total aufgeregt.“ Das wirkte. Im lockeren Gespräch mit den Erstklässlern konnte Zwack anschließend ihre Botschaften anbringen.

Sie fragte beispielsweise, wieso sich Naschies in der Schultüte befinden? Die Antwort „Weil wir so süß sind.“ war nicht ganz das, was die Pädagogin hören wollte, sorgte aber für viele Lacher. Auf die Frage, was man mit Büchern anfangen könne, gab’s eine verblüffend erwachsene Antwort aus den reihen der Erstklässler: „Sie erklären uns, wie die Welt funktioniert“, sagte ein Junge. Den Eltern riet Zwack, ihre Kinder loszulassen. Sie bräuchten lediglich Anstoß, Unterstützung und die nötige Liebe, „dann läuft alles von allein“, versicherte die Rektorin.

Für die Grundschule Haseldorfer Marsch mit ihren Standorten Haseldorf und Hetlingen wurde eine gemeinsame Einschulungsfeier in der St.-Gabriel-Kirche ausgerichtet. Zusammen mit Pastor Helmut Nagel begrüßte Schulleiter Joachim Kähler 35 Abc-Schützen, denen er nicht nur viel Freude in der Schule wünschte, sondern auch Mut machte: „Das schafft ihr“, versicherte er.

Pastor Nagel hatte für die Klassen jeweils ein individuelles Geschenk dabei: das Bild eines Baumes. Der solle die Kinder daran erinnern, dass sie fest gegründet seien, dass sie bereits vieles mitbrächten, dass sie aber auch immer noch wachsen und gedeihen würden. Wenn jeder Erstklässler seinen Fingerabdrück aufs Bild setzt, ist der Baum voller Blätter und eine schöne symbolische Verbindung ist gezogen, erklärte Nagel.

„Ihr seid heute die wichtigsten Personen und wir sind froh, dass ihr die Schule wieder mit Leben füllt“, machte Schulleiterin Elsbeth Kruse den 27 Heistmer Erstklässlern gleich zu Beginn der Einschulungsfeier Mut. Bürgermeister Jens Neumann, der fünf Minuten Redezeit eingeräumt bekommen hatte, wusste, wie sich die Schulanfänger fühlten: „Ich bin vor fünf Jahren als Bürgermeister eingeschult worden“, erklärte er den verblüfften Kindern – und lud sie ein, ihn doch ruhig mal unten in seinem Büro neben dem Schulhof zu besuchen.

Anhand verschiedener Sonnenblumen machte Kruse den Kindern klar, dass sie unterschiedlich und einzigartig seien. Neugier, Mut, Geduld, Ausdauer, Anstrengungsbereitschaft, Spaß und Freunde seien für die Schule nötig, erklärte sie, und vervollkommneten, wie die Blütenblätter die Blume, auch die Kinder selbst.

Den Eltern riet die Schulleiterin, Geduld aufzubringen. „Vergleichen sie ihr Kind nicht so oft“, sagte sie. Unterstützung und Lob auch bei kleinen Fortschritten seien sehr viel wichtiger: „Das bringt Erfolg und Erfolg macht glücklich.“

In der Heinrich-Eschenburg-Schule in Holm wurden 32 Schulanfänger in eine erste Klasse eingeschult. Klassenlehrerinnen sind Doris Hachmann und Christel Gertz. Grundschule Haseldorfer Marsch nimmt 35 Erstklässler auf: Standort Haseldorf 28, Klassenlehrerin ist Ulrike Arntz, Standort Hetlingen sieben, die Kinder werden auf die Familienklassen von Britta Steffan und Jana Quedenbaum aufgeteilt. 27 neue Schüler besuchen ab sofort die Heistmer Grundschule, Klassenlehrerin ist Andrea Demski.
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