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Wedel : Einmal im Jahr ehrt Wedel seine Kreativen mit einer Sammelausstellung im Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Vernissage lockte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Neugierige an.

Wedel | Am Morgen vor der Vernissage hat Pressesprecherin Stefanie Bossen noch einmal Bilder umgehängt. Teile der Ausstellung seien ihr nach wie vor nicht harmonisch genug gewesen, erklärt sie. Und außerdem ginge es um Fairness: „Es war noch nicht jeder so präsentiert, wie er präsentiert werden muss.“ Am Abend dann aber gab’s viel Anerkennung für die Kuratorin. „Die Premiere ist Ihnen geglückt“, lobte Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI).

53 Künstler stellen 113 Werke aus: „Kunst im Rathaus“ heißt die Schau, in der Wedel einmal im Jahr Amateuren wie Profis der Stadt die Möglichkeit bietet, ihre kreativen Arbeiten zu zeigen. Vergangenes Jahr musste die Tradition ausfallen. Dieses Jahr klappte es wieder – Mittwoch war feierliche Eröffnung der Sammelausstellung.

Blumen und Wedel-Motive, Eindrücke vom Meer, vom Sonnenuntergang, vom Frühling, Menschendarstellungen, Arbeiten die von van Gogh oder Hodler inspiriert sind, abstrakte Werke, Ölbilder, Acrylmalerei, Collagen und Fotografien: „bunt und vielfältig, eindrucksvoll und überwältigend“ sei die Bestandsaufnahme Wedeler Kreativität, sagte Palm in ihrer Begrüßung. Künstler und Publikum waren zahlreich erschienen. Schade nur, dass diejenigen, die die Ausstellung bestücken, nicht kurz nach vorn gerufen wurden, damit die Vernissagebesucher ihnen einmal kräftig applaudieren konnten.

Zufriedene Künstler

Doch Wedeler Künstler sind bescheiden – es drängt sie gar nicht nach vorne. Fragte man sie nach ihrem Befinden an diesem Abend, äußerten sie sich durchweg sehr zufrieden mit der Schau. „Ich finde es toll, was Wedel hier zusammenstellt“, kommentierte Anna Goldmund, die vorgestern Geburtstag hatte und einen Blumenstrauß geschenkt bekam. „Wedel-All-Stars nenn ich das hier“, sagte sie gut gelaunt. Es sei eine prima Gelegenheit, als Künstlerin auch einmal zu gucken, was die anderen so treiben.

Hiltrud Schwarz bedauerte einerseits, dass ihre beiden Bilder im Erdgeschoss am Treppenaufgang hingen – wo sie allerdings entgegen ihrer Vermutung von sehr vielen Vernissagebesuchern beachtet und betrachtet wurden. Auf der anderen Seite freute sie sich sehr, dass sie die prominent im ersten Stock platzierte Vitrine des Kulturforums bestücken durfte. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, resümierte Schwarz.

Auch Newcomer Jürgen Lieske strahlte die Besucher fortwährend an. Seit 25 Jahren lebt der Fotokünstler in Wedel. In der Sammelausstellung ist er das erste Mal vertreten. Mit zwei Fotoarbeiten, die viel Aufmerksamkeit und Lob bekamen. Besonders „Die lange Reihe steht Kopf“ kam an. Zu sehen ist eine Baumreihe, die sich im Wasser spiegelt. Weil Lieske beim Rahmen des Fotos merkte, dass das Motiv verkehrt herum viel stärker wirkt, wählte er es für die Schau aus. „Der Himmel sieht dadurch ein bisschen wie gemalt aus“, erklärt er. „Das passt super in die Ausstellung.“ Überhaupt hätten ihm die Vorbereitungen sehr viel Spaß gemacht. Und die positiven Rückmeldungen der Besucher ermunterten ihn, weiter zu machen: „Ich habe Blut geleckt“, bekennt Lieske - und lacht.

„Kunst im Rathaus“ ist eine Verkaufsausstellung. Zu betrachten sind die Werke montags bis mittwochs sowie freitags von 8.30 bis 13 Uhr und donnerstags von 15 bis 19 Uhr. Ein Verzeichnis der Arbeiten mit Kontaktdaten zu den Künstlern liegt aus. www.wedel.de
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