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Reepschlägerhaus Wedel : Einfache Mittel, einfache Strukturen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ausstellung von Hans-Werner Seyboth im Reepschlägerhaus eröffnet. Werk „Elbe bei Haseldorf“ bringt Förderverein 180 Euro.

Wedel | Hans-Werner Seyboth überraschte die Besucher bei der Eröffnung seiner Ausstellung im Reepschlägerhaus nicht nur künstlerisch. Der Maler aus Quickborn stellte seine Fähigkeiten als Auktionator unter Beweis.

„Ich will keine großen Worte machen“, erklärte der 65-Jährige. Stattdessen stellte er sein Werk „Elbe bei Haseldorf“ zur Auktion. „Allein der Rahmen kostet schon 100 Euro“, scherzte Seyboth und ergänzte: „Sie können heute nur ein Schnäppchen machen.“ Horst-Dieter Kautz griff zu und sicherte sich den Linolschnitt für 180 Euro. Das Geld spendete Seyboth direkt an den Förderverein. „Das war eine tolle Überraschung“, freute sich Joachim Röhrig, Schriftführer des Fördervereins des Reepschlägerhauses. Kassenwart Bernd Vorwerk ergänzte mit einem Grinsen: „Das sollten wir zukünftig bei jedem Künstler als Tradition einführen.“ Die Auktion sei ebenso eine Premiere gewesen wie eine Ausstellung mit Farbstiftzeichnungen im Reepschlägerhaus.

Das Reden übernahm Elke Ferro-Goldstein. „Das Credo von Hans-Werner Seyboth ist es, einfache Strukturen mit einfachen Mitteln darzustellen“, erklärte die Vorsitzende des Kreiskulturverbands. „Versuchen sie es einfach einmal selbst“, zitierte sie den Künstler und erntete dafür zahlreiche Lacher der rund 65 Besucher.

„Herr Seyboth hat den Vorteil, dass er sich nach Beendigung seines Berufslebens nicht erst nach einer sinnvollen Tätigkeit umsehen musste“, blickte Ferro-Goldstein auf die Biografie des Künstlers zurück. Schon als Kind entdeckte der aus Quickborn stammende Seyboth das Malen für sich und entschied sich 1970 für ein Architekturstudium an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. Inklusive des Studienfachs „Zeichnen“. Bis zu seinem Ruhestand war er im Bezirksamt Altona tätig und widmet sich seit einem Jahr intensiv seiner Kunst. „Ich habe nur einen Kritikpunkt bei Herrn Seyboth“, sagte Ferro-Goldstein und erklärte dem aufmerksamen Publikum nach einer kurzen Pause: „Sein Atelier ist leider nicht im Kreis Pinneberg.“ Dieses richtete er in Henstedt-Ulzburg ein. Viel lieber sei er aber draußen, um vor allem die Natur Schleswig-Holsteins einzufangen. „Das Stillleben ‚Der Kreisverkehr in Himmelmoor‘ zeigt aber auch seine kritische Auseinandersetzung mit dem Umgang mit der Natur“, so Ferro-Goldstein. Insgesamt sind 20 Werke, die mit Farbstift auf Passepartout entstanden, des 65-Jährigen zu sehen.

Die Ausstellung „Farbstiftzeichungen“ ist während der Öffnungszeiten des Reepschlägerhauses, Schauenburgerstraße 4, (dienstags bis freitags 16 bis 22 Uhr, Sonnabend und Sonntag 15 bis 22 Uhr)  zugänglich.
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erstellt am 02.Aug.2014 | 14:00 Uhr

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