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Schultoiletten in Wedel : Eine Zumutung oder zumutbar?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Jugendbeirat sagt, der Geruch sei „kaum zu ertragen.“ Laut Stadt sind die Anlagenjedoch „durchaus akzeptabel“.

Wedel | Den Schülern stinkt’s – nicht nur weil die Sommerferien vorbei sind. Wedels Schultoiletten verbreiten unangenehme Gerüche und drücken die Laune der Schüler, so der Jugendbeirat. Deren Vorsitzender, Julian Fresch (18), hatte sich deswegen in einem offenen Brief an den Fachdienst Gebäudemanagement der Stadt gewandt. Im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Mittwochabend lag nun die Antwort vom Fachdienstleiter Jens Zwicker vor. Der Jugendbeirat ist davon enttäuscht, fühle sich laut Fresch unverstanden.

Rückblende: In seinem Schreiben beschrieb Fresch den Zustand der Wedeler Schultoiletten als „eine Zumutung für alle Benutzer.“ Auch davon, dass Schüler wenig trinken, um so den Toilettengang vermeiden zu können, war die Rede. Als Beispiel nannte er seine Schule, das Johann-Rist-Gymnasium (JRG).

In der Antwort heißt es: „Aus Sicht des Fachdiensts Gebäudemanagement befinden sich die Toilettenanlagen aller Wedeler Schulen in einem durchaus akzeptablen Zustand, eine ‚angespannte Situation‘ und ‚mehr als dürftige Zustände‘ können wir derzeit nicht erkennen.“ Fresch und sein Stellvertreter Tobias Niemeyer (19) dazu: „Es ging uns nicht primär um die bauliche Situation, sondern besonders um die Geruchsbildung.“ Eben die sei in der Mitteilung nicht erwähnt worden. Beide machen deutlich: „Schultoiletten ohne Geruch wären ja auch keine Schultoiletten. Aber in diesem Ausmaß ist es eine Zumutung.“

Fresch hat sich über die Sommerferien bei den anderen Schulen umgehört. Bis auf die GHS hätten sich alle zurückgemeldet. Ergebnis laut Fresch: An allen Bildungseinrichtungen stinkt’s. Auch an der ganztagsgebundenen Grundschule ASS (Albert-Schweitzer-Schule) gibt es das unangenehme Geruchsproblem: „Die Toiletten sind generell in einem guten Zustand. Problematisch ist aber, dass bei der Vielzahl der Kinder und der Dauer des Schultages eine einmalige Reinigung am Tag nicht ausreicht“, so die Schulleiterin Mechthild Akgün.

Regina Flesken vom Fachdienst Gebäudemanagement sagt auf Anfrage dieser Zeitung: „In den Sommerferien wurden alle Gerüche beseitigt, baulich war nichts zu machen.“ So seien die Einsätze der Urinale ausgetauscht und die Fugen gereinigt worden. „Da setzt sich der Geruch immer fest.“ Die Rückmeldungen der Schulen über den Toiletten-Zustand seien durchweg positiv. Deswegen seien vorerst keine weiteren Maßnahmen geplant. Und geputzt werde überall einmal am Tag.

Im BKS-Ausschuss sagte Bürgermeister Niels Schmidt dem Jugendbeirat ein Gespräch mit Zwicker zu. „Wir hoffen, dass wir dann gemeinsam eine Lösung finden“, so Fresch.

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erstellt am 29.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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