Flüchtlinge in Wedel : Eine vierte Fläche für Unterkünfte wird gesucht

Verwaltung legt weitere mögliche Grundstücke zur Unterbringung von Flüchtlingen vor. Sozialausschuss entscheidet am 3. Februar.

shz.de von
30. Januar 2015, 12:00 Uhr

Wedel | Die Wedeler Politik möchte die Suche nach dem vierten möglichen Grundstück für eine Flüchtlingsunterkunft am Dienstag, 3. Februar, abschließen. Dann tagt der Sozialausschuss und hat vier neue Standorte zur Auswahl: Zwei Grundstücke östlich der Pinneberger Straße und südlich des Mariehofs mit einer Fläche von 1094 Quadratmetern, eine Parkplatzfläche am Lohhof zwischen den Hausnummern 15 und 19 (440 Quadratmeter), ein 548 Quadratmeter großes Gebiet an der Ecke Wiedetwiete / Pinneberger Straße und ein Areal an der Ecke Riststraße / Pinneberger Straße, welches 417 Quadratmeter umfasst.

Die Verwaltung hatte diese Flächen den Politikern bereits einmal vorgeschlagen. Die Standorte waren aber nicht in die engere Auswahl gekommen. „Die Gründe waren die Größe und die Zuschnitte der Grundstücke“, erklärt Ralf Waßmann aus der Wedeler Stadtverwaltung. „Der Sozialausschuss konnte sich am 13. Januar jedoch nicht auf einen vierten Standort einigen. Daraufhin sollte die Verwaltung Alternativen präsentieren und auch auf bereits verworfene Vorschläge zurückgreifen. Ein Grund für diese Kehrtwende: Die ursprünglich diskutierten Flächen hätten zu einer Ballung von Flüchtlingsunterkünften in bestimmten Stadtteilen führen können. Im Sinne einer
dezentralen Unterbringung wollen die Fraktionen auch ungünstiger geschnittenen oder kleinen Grundstücken noch eine Chance geben.

Welche Fläche auch immer ausgewählt wird – sie wird vorerst nur an vierter Stelle der Prioritätenliste liegen. Für Platz eins und zwei, Ecke Feldstraße / Rudolf-Breitscheid-Straße und Steinberg 8, wird bereits geplant. An der Feldstraße sollen möglichst schnell Neubauten für 40 Personen entstehen. Scheitern die Bauvorhaben an diesen beiden Standorten, würde zunächst der Parkplatz an der Heinestraße in den Blickpunkt rücken.

Steigen die Flüchtlingszahlen in Wedel weiter, könnte auch an der Heinestraße und am vierten Standort gebaut werden. Die Verwaltung würde allerdings zunächst versuchen, Neuankömmlinge in Mietwohnungen unterzubringen. Waßmann: „Wir haben Angebote von Vermietern.“

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