zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

19. November 2017 | 08:03 Uhr

Wedel : Eine Operation soll „Ronja“ retten

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zehn Wochen alte Hündin überfahren / Hinterläufe und Becken müssen gerichtet werden / Besitzern fehlt Geld

Christian Gertsch und Annkathrin Ivers sind verzweifelt. Ihre junge Hündin „Ronja“ wurde überfahren. Jetzt liegt der zehn Wochen alte Welpe in der Tierklinik in Uetersen und muss operiert werden. Aber den beiden 25-jährigen Wedelern fehlt das Geld dafür. Dabei drängt die Zeit. Bei „Ronja“ ist ein Nerv eingeklemmt. Im linken Bein spürt die Hündin nichts mehr.

„Die Kleine haben wir jetzt knapp vier Wochen“, erzählt Gertsch. Das Pärchen kennt sich mit Hunden aus. Beide, sowohl Gertsch als auch Ivers, sind in einer Familie mit Hunden aufgewachsen. Vergangenen Sonnabend gingen sie mit dem süßen Wollknäul, einer Mischung aus Schäferhund, Husky und Spitz, ihre gewohnte Runde im Autal. Im Möllers Park gibt es eine eingezäunte Wiese, erzählt der junge Mann. Dort hätten sie „Ronja“ spielen lassen. Gerade als sie ihr wieder das Geschirr überziehen wollten, entdeckt die zehn Wochen alte Hündin einen Schmetterling auf der anderen Seite der Wiese und rennt los.

Leider schießt „Ronja“ übers Ziel hinaus – auf die Straße. Dort kommt ein Auto und überfährt sie. „Der Autofahrer hat versucht zu bremsen“, berichtet Gertsch. „Aber alles ging so schnell.“ Der Fahrer hält sofort an und steigt aus. „Der war auch extrem geschockt“, so Gertsch.

In der Tier-Notfallpraxis in Uetersen wird das ganze Ausmaß der Verletzungen deutlich. Hündin „Ronja“ hat beide Hinterbeine und das Becken gebrochen. Das alles muss gerichtet werden. Zudem soll sie Implantate und Platten bekommen. Das kostet Geld. 3500 Euro stehen im Raum. Die können die beiden Hundehalter nicht aufbringen. Sie stehen zwar in Lohn und Brot – Gertsch ist Altenpfleger, seine Freundin sozialpädagogische Assistentin – aber auf der hohen Kante haben sie nichts.

Zum Glück hat sich der Verdacht auf eine geplatzte Blase nicht erhärtet, berichtet der Hundehalter. Dafür drängt mittlerweile die Zeit. Der eingeklemmte Nerv muss befreit werden. Gertsch und Ivers sammeln Spenden, auch der Autofahrer gibt etwas. Richtig Fahrt nimmt die Aktion aber erst auf, als die beiden sich an den bundesweit agierenden Verein Hundehilfe Deutschland wenden. Der postet einen Hilferuf auf seiner Website und auf Facebook.

Eigentlich hat die Organisation im Augenblick selbst nicht viel Geld zu vergeben, berichtet Petra Möller aus dem Vorstand. Noch heute zahlt der Verein für die Operation eines anderen Hundes aus dem vergangenen Jahr ab. Aber das habe jetzt doch „absoluten Vorrang“. „Ich habe den beiden 500 Euro überwiesen“, sagt sie .

Damit konnte „Ronja“ dann gestern endlich operiert werden. Ihr geht es „den Umständen entsprechend gut“, sagt Gertsch. Die Prognosen, dass sie wieder ganz gesund wird, sind günstig. Kommenden Sonnabend soll die kleine Hündin entlassen werden. Dann werden noch einmal 500 Euro fällig. Den Rest dürfen die beiden Wedeler per Rate abstottern. Zur Unterstützung hat die Hundehilfe ein Spendenkonto eingerichtet. Auf Wunsch werden Quittungen ausgestellt.

 

Spenden:

Der Verein Hundehilfe Deutschland hat ein Spendenkonto für Ronja eingerichtet: Sparkasse Mühlheim, DE66362500000175128433 / Wer eine Spendenquittung möchte, meldet sich bei  Petra Möller unter Telefon (0151) 52418411. Internet: hundehilfe-in-deutschland.de
 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen