Eine musikalische Reise um die Welt

Dirigent Mike Steurenthaler und Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (vorn Mitte) sowie verschiedene Sponsoren, Organisatoren und Helfer gaben im Amtshaus erste Informationen zum nächsten Moorreger Proms-Konzert bekannt.
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Dirigent Mike Steurenthaler und Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (vorn Mitte) sowie verschiedene Sponsoren, Organisatoren und Helfer gaben im Amtshaus erste Informationen zum nächsten Moorreger Proms-Konzert bekannt.

Planungen für das 23. Moorreger Proms-Klassikkonzert laufen auf Hochtouren / Der Kartenverkauf ist angelaufen

shz.de von
12. April 2018, 16:17 Uhr

Das Moorreger Klassikkonzert in der Tradition der britischen Proms-Konzerte wirft seine Schatten voraus: Dirigent Mike Steurenthaler und die veranstaltende Gemeinde Moorrege sowie zahlreiche Unterstützer stecken bereits mitten in den Vorbereitungen der Veranstaltung, die am Sonnabend, 22. September, um 19 Uhr in der festlich dekorierten Halle An’n Himmelsbarg beginnt. „Das Konzert wird immer beliebter. Mit 1200 Besuchern haben wir 2017 einen Rekord aufgestellt und auch diesmal erwarten wir so viele Musikfreunde aus der gesamten Region, darunter Ehrengäste wie Landtagspräsident Klaus Schlie“, so Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU). Erlebten die Besucher des Moorreger Proms-Konzerts 2017 eine rauschende Wiener Operettennacht, so dürfen sie diesmal auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise um die Welt gespannt sein.

„Das Alte bewahren, am Neuen nicht sparen“, beschrieb Steurenthaler 2016 seine Marschrichtung, als er den Taktstock von Dirigent Robert Stehli übernahm, der am 3. April 88-jährig verstorben ist. An Neuem wird der gebürtige Hamburger diesmal gewiss nicht sparen. Sein Plan: „Wir werden zum ersten Mal ein sehr buntes, internationales Programm nicht nur mit Klassik präsentieren. Dabei wagen wir eine musikalische Weltreise.“ Beginnen wird diese Reise mit populärer Tanz- und Tonfilmmusik aus dem Berlin der 1920er Jahre. Nächste Station ist die österreichische Hauptstadt mit Walzer und Wiener Operette. Ein Sprung nach St. Petersburg lässt die berühmte russische Seele in der klassischen Musik mitschwingen. Zum Musical und Swing der 1920er und 1930er Jahre geht es über den großen Teich nach New York. Und der sinnliche argentinische Tango entführt das Publikum nach Buenos Aires. Mit Impressionen der Berliner Operette klingt die Reise aus. „Natürlich machen wir danach noch einen Abstecher nach London, wie es sich für ein Proms-Konzert gehört“, versicherte Steurenthaler, der an der Auswahl der Musikstücke und der Interpreten noch feilt.

Mit dem Dirigenten wird ein großes Künstleraufgebot auf der Bühne stehen: die HansePhilharmonie mit fünfzig Musikern, dazu der von ihm geleitete Giuseppe-Verdi-Chor und der von seinem Meisterschüler Tobias Müller geleitete Kammerchor Uetersen mit insgesamt mehr als hundert Mitgliedern. Als Solisten sind mindestens zwölf Nachwuchssänger mit dabei sowie ein Überraschungsgast mit einem besonderen Instrument. Näheres zu den Solisten wollte Steurenthaler noch nicht verraten. Nur so viel: „Die Gesangssolisten studieren an der Lübecker Musikhochschule in der Klasse der renommierten Sopranistin und Professorin Manuela Uhl.“

Damit das von mehreren regionalen Sponsoren mitgetragene, hochkarätige Konzert auch organisatorisch gelingt, krempeln mehr als hundert vorwiegend ehrenamtliche Helfer aus Moorrege ihre Ärmel hoch. So sorgt das DRK-Team für das leibliche Wohl der Künstler, das Kulturforum kümmert sich um den Einlass und die Karnevalisten unterstützen den Getränkeausschank in der Pause. Die Feuerwehr ist mit ihrem Rettungsteam „First Responder“ vor Ort, die Jugendfeuerwehr übernimmt die Parkplatzeinweisung und begrüßt die Gäste feierlich mit Fackeln.

„Ein ganzes Dorf hilft mit. Das ist einmalig. Eine völlig andere Kultur, als wir sie weltweit an den Konzertstätten kennen“, so Steurenthaler begeistert. Er betonte: „In dieser besonderen Atmosphäre Moorreges treten wir sehr gern auf.“


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