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500 Jahre Reformation : Eine Luther-Eiche für Haseldorf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Am Sonntag, 29. Oktober, wird in der St.-Gabriel-Kirche am Schlosspark nach dem Gottesdienst gefeiert.

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 10:00 Uhr

Haseldorf | 500 Jahre ist es her, als Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Im Jubiläumsjahr planen die Mitglieder der Haseldorfer St.-Gabriel-Kirchengemeinde unter ihrem Pastor Helmut Nagel ein weiteres Highlight rund um den Reformator Luther. Am Sonntag, 29. Oktober, ab 11 Uhr soll in der Kirche am Haseldorfer Schlosspark ein lebendiger Gottesdienst mit zwei anschließenden Überraschungen gefeiert werden.

Der St.-Gabriel-Chor wird unter der Leitung von Thorben Korn die Gottesdienstbesucher in historischen Kostümen mit berührenden Songs aus dem Pop-Oratorium „Luther“ überraschen. Der Chor hatte im Februar an dem großen Musical-Spektakel von Michael Kunze und Dieter Falk zusammen mit etwa 3000 anderen Sängern in der Hamburger Barclaycard Arena teilgenommen und ist bis heute begeistert von dem beeindruckenden Erlebnis.

An der Speisenfolge wird noch gefeilt

Natürlich wird Pastor Nagel auch über Luther sprechen, predigen und Luther-Lieder mit der Gemeinde singen. Im Anschluss daran soll draußen vor dem Gotteshaus eine Luther-Eiche von Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden in seinem Park zu festlichen Klängen der Jagdhornbläser Holm unter der Leitung von Detlef Kleinwort gepflanzt werden. Die zirka drei Meter hohe Eiche ist eine von 300 Nachkommen der 100 Jahre alten Luther-Eiche vor der Dorfkirche von Polle im Weserbergland, wo Förster Andreas Kretschmer vor zehn Jahren rund 500 Eicheln sammelte, sie zu einer Baumschule brachte und dabei auf prächtige Nachkommen im Lutherjahr in 2017 hoffte. Insgesamt wuchsen 300 Eichen heran. Eines dieser Exemplare wird nun auch vor der Kirche in Haseldorf groß werden und an den alten Brauch, am Jahrestag der Reformation eine nach Luther benannte Eiche zu pflanzen, erinnern. Vor der Eiche soll ein Gedenkstein gesetzt werden.

Die Reformation geht aber auch durch den Magen, dachte sich Nagel, und so lädt er gemeinsam mit den Sängerinnen die Gäste nach getaner Arbeit zu Speis und Trank an lange Tafeln ins Gemeindehaus ein. Welche Speisen aus dem Mittelalter serviert werden, sei ein Geheimnis, so die Organisatorinnen. Sie würden noch an Rezepten „herumprobieren“. So viel sei schon verraten: Zu Luthers Zeiten gab es noch keine Kartoffeln, keine Tomaten und keinen Kaffee; es gab Brot aus Urgetreide, Reis musste für viel Geld importiert werden.

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