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Wedel : „Eine intensive spirituelle Erfahrung“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Im Wedeler Ernst-Barlach-Museum ist die Ausstellung „Dreamings – Malerei der australischen Aborigines“ eröffnet worden

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:35 Uhr

Es war rappelvoll im Ernst-Barlach-Museum. Dazu ein sonniger Sommertag und schon war es heiß genug bei der Vernissage von „Dreamings – Malerei der australischen Aborigines“, um den Mann mit den Erfrischungsgetränken zur gesuchtesten Person zu machen. Vielleicht trugen auch die rund 70 Bilder und Plastiken der Ausstellung dazu bei, viele in feurigem Rot und verwandten kräftigen Farben gehalten. „Dies ist eine intensive spirituelle Erfahrung“, kommentierte Besucherin Anke Claussen hingerissen das Erlebnis.

Karin von Appen sekundierte von ganzem Herzen: „Das hier ist so was von genial“, stellte sie fest. Hochmodern und zugleich ganz und gar zeitlos erschienen ihr die Exponate. Christa und Bernd Leineweber aus Klein-Nordende waren vor allem von der Farbenpracht fasziniert.


Bilder in Ruhe verinnerlichen


Vabrina Frzop und Sita Stari, eigentlich als ehrenamtliche Helfer im Museum, fanden bei aller Arbeit auch genügend Zeit, die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen. „Wunderschön sind diese Bilder, wirklich ganz wunderschön“, strahlten die beiden glücklich. Begeistert waren auch Karin und Heinz Wachsmann von der Wedeler Bürgervereinigung: „Wir sind einfach froh, hier zu sein“, umschrieben sie das emotionale Erleben.

Einen beeindruckenden Einblick in die Welt der Aborigines gab Susanne Daubner mit ihrer Lesung aus Sam Watsons „Verleugnete Stimmen des Landes“. Eine unverzichtbare Hilfeleistung, denn bei aller Schönheit und Farbenfreude – als rein ästhetischer Genuss erschließen sich die Werke der australischen Ureinwohner nicht.

Eigentlich ging auch im Trubel der Eröffnungsfeierlichkeit viel ihrer Tiefe verloren. Diese Bilder müssen beschaulich verinnerlicht werden. Aber dazu ist noch viel Zeit. Bis zum 25. November ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Redner, Bürgermeister Niels Schmidt wie auch der Vorsitzende der Ernst-Barlach-Gesellschaft Jürgen Doppelstein, ermunterten denn auch jeden, es nicht beim Vernissagebesuch bewenden zu lassen.


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