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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Juni 2017 | 12:18 Uhr

Ein Sommerfest für Luther

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Spendensammlung Musik, Spiele und altes Handwerk an der Haseldorfer St.-Gabriel-Kirche

Am Sonntag, 25. Juni, dreht sich in Haseldorf alles um das Jubiläum 500 Jahre Reformation. In der und um die St.-Gabriel-Kirche wird „Luthers Sommer Spectaculum“ gefeiert. Pastor Helmut Nagel und sein Team bereiten ein vielseitiges Fest mit Musik, Tanz der Landfrauen und einem Markt vor. Damit sich das Gemeindefest auch optisch unterscheidet, haben Angela Schuldt, Waltraut Preuß und Angret Köhncke sich als Gewandmeisterinnen betätigt und aus 62 Metern Stoff Kutten genäht.

„Überall wird gefeiert, aber ich kenne kein Lutherfest“, sagt Nagel. Seine Mitstreiter waren sofort Feuer und Flamme, so wurde die Idee für das Spectaculum geboren. Das Ganze natürlich für einen guten Zweck: Der Erlös dient der Sanierung des Hetlinger Kirchendachs, für die etwa 40  000 Euro aufzubringen sind.

Los geht’s um 11 Uhr mit einem Gottesdienst, bei dem der Kirchenchor auftritt. Um 13 Uhr präsentieren sich der Chor Non-Stop-Shining und der Kinderchor unter der Leitung von Manuela Teichmann. Jürgen Strehl tritt um 14 Uhr als plattdeutscher Minnesänger auf. Es folgen ab 15 Uhr die Haseldorfer Liedertafel, der Hetlinger Männergesangverein Eintracht und der Frauenchor Marsch Mel(l)os. Den Abschluss bildet ein Orgelkonzert mit Kantor Jörg Dehmel um 16.30 Uhr.


95 Thesen an die Tür nageln


Wer sich wie der Reformator fühlen möchte, kann in Haseldorf 95 Thesen an eine alte Tür nageln, verrät der Pastor. Auch eine Burg gibt es, allerdings in Miniaturformat und aus Pappe, liebevoll von Rita Schucht und Heike Büchner gebaut. Am Burggraben, er besteht aus blauer Folie, gibt es ein Wettangeln, und ein bisschen gruselig soll es auch sein: Es gibt ein Geister-Kegeln. Und auch der legendäre Wurf nach der Teufelsfratze, die Luther im Winter 1521  /  22 in seiner Stube auf der Wartburg in Thüringen gesehen haben will, kann nachgestellt werden. In einem Zelt erzählt Sylvia Wiemer Märchen.

Altes Handwerk ist auch vertreten: Ein Schmied, Bandreißer und Reepschläger zeigen ihr Können. Bei Hökerinnen können Blumen und Kräuter erstanden werden. Für Verpflegung ist gesorgt: Zu Kuchen wird maurischer Bohnensud – Kaffee – gereicht.

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