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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 16:33 Uhr

Wirtschaft in Wedel : Ein Schiff in rauer See

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bürgermeister Niels Schmidt betont bei der Wirtschaftskonferenz: Trotz sinkender Einnahmen werde die Gewerbesteuer nicht erhöht.

Wedel | „Die Gerüchteküche brodelt“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) zur Eröffnung der Wedeler Wirtschaftskonferenz im Ratssitzungssaal. Das Haushaltsloch und Projekte wie der Hafenausbau sind in aller Munde. Der Rathauschef lieferte daher einen knappen Rapport zu den aus seiner Sicht dringendsten Fragen.

Der neue Hafen sei ein komplexes Vorhaben, würde aber sicherlich keine 30 Millionen Euro kosten. „Es ist auch nicht wahr, dass wir ohne den Ausbau keine finanziellen Probleme hätten“, betonte Schmidt. Und der Leiter der Verwaltung betonte: Trotz geringerer Steuereinnahmen werde es keine Erhöhung der Gewerbesteuer geben. Schmidts Fazit: „Wir befinden uns in rauher See, aber nicht in Seenot.“

Marc Cybulski stellte den Anwesenden anschließend die Arbeit des Wedeler Stadtmarketings vor. Neben der Organisation von Veranstaltungen wie Hafenfest und Ochsenmarkt sei man auch langfristig strategisch tätig um den Ruf der Rolandstadt weiter zu verbessern. „Wir müssen ein attraktiver Wohnort sein, um Fachkräfte anzulocken“, sagte Cybulski. Die Marke Wedel solle gerade in Hamburg bekannter gemacht werden.

Während das Stadtmarketing bereits seit zehn Jahren in der Rolandstadt aktiv ist, wird das Klimaschutzkonzept der Kommune gerade auf den Weg gebracht. Cord Röpken von der Beratungsfirma Baum rührte daher nach Kräften die Werbetrommel: Energiesparen lohne sich für Firmen letztlich auch finanziell, auch wenn oft die Erwartung vorherrsche, dass sich solche Maßnahmen sehr schnell rechnen würden. Nach Erhebungen der Firma entfalle 50 Prozent des Energiebedarfs der Rolandstadt auf die Wirtschaft. Gerade bei elektrischen Antrieben in der Produktion gebe es nach Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts große Einsparpotenziale. Unternehmen könnten von einer gezielten Beratung profitieren – auch da viele Fördertöpfe mangels Wissen nicht in Anspruch genommen würden.

Den Blick über den Tellerrand der Stadt wagte dann der Wedeler Thomas Frankenfeld in seinem Vortrag. Der Chefautor des Hamburger Abendblattes berichtete von seiner Israel-Reise. Er mischte dabei fundiertes Hintergrundwissen über die Ursachen des Nahostkonflikts mit persönlichen Erfahrungen, zum Beispiel in einem Krankenhaus in Ashkelon, nahe des Gaza-Streifens.

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erstellt am 21.Nov.2014 | 16:00 Uhr

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