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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 16:55 Uhr

JRG in Wedel : Ein Richtfest ohne Scherben

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Mensa-Rohbau steht: Wedel feiert Bauabschnitt der 5,7 Millionen Euro teuren Erweiterung des Johann-Rist-Gymnasiums

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Es gibt eine Sache, die die Abi-Feiern im Johann-Rist-Gymnasium (JRG) immer wieder stört: das schlechte Raumklima in der überhitzten Aula. Kaum eine Zeremonie, bei der den Zuschauern nicht der Schweiß den Rücken rann. Wenn alles glatt läuft, wird der aktuelle Abi-Jahrgang davon verschont bleiben. Ihre Entlassung soll bereits in der neuen Mehrzweck-Mensa des JRG gefeiert werden.

Gestern wurde Richtfest des 5,7 Millionen Euro teuren Neubaus Am Redder begangen. Etwa 50 Gäste, unter ihnen Stadtpräsidentin Renate Palm (SPD) und Bürgermeister Niels Schmidt, verfolgten, wie Thomas Puls, Inhaber der ausführenden Baufirma, den Bauherren viel Glück wünschte, die Handwerker hochleben ließ – und mit einer Tradition brach. Das obligatorische Schnapsglas ließ er nicht auf dem Boden zerspringen. „Gottes Segen oder Scherben, beides könnt ihr nicht erwerben“, sagte er und steckte das Glas in seine Tasche.

Die neue Mensa wird nach Fertigstellung Aula, Veranstaltungssaal und Mensa in einem sein. Sie soll ganzjährig mehr Platz für verschiedene Events bieten. Bis zu 400 Menschen können vor der Bühne sitzen. Der derzeit größte städtische Raum dieser Art ist der Barlach-Saal mit 250 Plätzen.

„Die Mensa wird ein Gewinn für die Schule, insbesondere auch für die Theater AG“, sagte Bürgermeister Schmidt beim Rundgang durch den Rohbau des Veranstaltungssaals. Er sei aber auch froh, dass der Schulneubau in Wedel nach der Einweihung der Mensa für die nächsten Jahre beendet sei. „Wir haben dann eine Schullandschaft auf hohem Niveau“, so Schmidt.


Inbetriebnahme nicht vor dem Frühsommer


Mit dem Bau wurde vor rund einem Jahr begonnen. Ursprünglich sollte die Mensa bis Dezember stehen und im Januar 2014 den Betrieb aufnehmen. Jetzt ist allerdings nach Auskunft der Verwaltung mit einer Inbetriebnahme nicht vor Frühsommer nächsten Jahres zu rechnen.

Auch in Sachen Finanzen konnte der Plan nicht ganz eingehalten werden. Ursprünglich veranschlagte die Stadt 5,5 Millionen Euro, mittlerweile ist klar: Die Mensa kostet mindestens 212 000 Euro mehr (wir berichteten). Das sei jedoch im üblichen Rahmen, sagte Jens Zwicker vom Gebäudemanagement der Stadt. Ursache hierfür sei unter anderm eine zurzeit hohe Nachfrage im Bausektor, gerade im Schulbau.

Trotz des Millionen-Euro-Haushaltslochs und den Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung wurde der Mensabau nicht ernsthaft infrage gestellt. „Ich glaube, man darf nicht zu kurzfristig denken“, verteidigte Schmidt gestern die Investition. „In Zukunft werden wir aber stärker auf die Bremse treten müssen.“

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