HES Holm : Ein Küchentraum für die Schule

Betreuungsvereins-Chefin Angelika Kleinwort (links) und Rektorin Andrea Zwack (daneben) freuen sich über die Küche.
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Betreuungsvereins-Chefin Angelika Kleinwort (links) und Rektorin Andrea Zwack (daneben) freuen sich über die Küche.

Die Gemeinde Holm investiert 26.000 Euro. Im ehemaligen Chemie- und Physikraum kann nun gekocht werden.

shz.de von
21. Mai 2014, 16:00 Uhr

Holm | Wo früher Salzsäure brodelte und Drähte glühten, wird heute gekocht: Im ehemaligen Physik- und Chemieraum der Heinrich-Eschenburg-Schule in Holm wurde die neue Küche eingeweiht. Insgesamt hat die Gemeinde 26.000 Euro für den Rückbau des Unterrichts- sowie eines Nebenraums investiert, um sie für die Zukunft zu rüsten.

„Die Gemeinde ist sehr großzügig“, lobte Grundschulleiterin Andrea Zwack. Bis 1996 gab es in Holm noch eine Grund- und Hauptschule, seit dem gehen nur noch die Jüngsten im Dorf zur Schule. Der Technik-Raum wurde lange Zeit nicht mehr benötigt.

Dringend gebraucht wird allerdings eine Küche, und zwar nicht nur für den Unterricht. Von den 128 Schülern nehmen regelmäßig 52 das Angebot der Betreuungsschule in Anspruch. „Es essen fast alle Kinder bei uns“, erklärte Betreuungsvereinsvorsitzende Angelika Kleinwort. Die Mahlzeiten werden von einem Caterer geliefert. In den Ferien aber wird selbst gekocht, verrät Kleinwort.

Der Küchentraum, wie Kleinwort schwärmt, hat 14.500 Euro gekostet. Es gibt einen vier Meter langen Tresen, der extra niedrig und somit passend für Grundschüler ist, in dem sich als Clou versenkbare Steckdosen befinden. Ein integrierter Kühlschrank ist geschickt versteckt und garantiert, dass es keine blauen Flecken gibt. Zudem gibt es zwei Backöfen und zwei Geschirrspüler.

Ob die Herde und Öfen auch tauglich sind, wurde natürlich einem Härtetest unterzogen: Das Lehrerkollegium bereitete ein Drei-Gänge-Menü zu.

Zwack und Kleinwort haben bei aller Freude aber gleich einen weiteren Wunsch an Bürgermeister Walter Rißler (CDU) und seine Stellvertreter Horst Schaper (CDU) sowie Dietmar Voswinkel (SPD) formuliert. Damit es so richtig gemütlich wird, fehlen noch 32 neue bunte Stühle – pro Stück 100 Euro. Die Kommunalpolitiker haben sich das gleich vorgemerkt. Denn das Stuhl-Sammelsurium in dem 65 Quadratmeter großen Raum ist ziemlich ramponiert.

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