Fussgänger und Radfahrer : Ein Klick für mehr Sicherheit in Wedel

Mit einer Petition wollen Engagierte mehr Sicherheit auf der Pinneberger Straße durchsetzen.

Mit einer Petition wollen Engagierte in Wedel mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer durchsetzen.

Annemarie Schmidt sucht Unterschriften für ihre Online-Petition, die die Querung der Pinneberger Straße verbessern soll.

shz.de von
16. Mai 2018, 14:36 Uhr

Wedel | Der Unfall einer Schülerin Ende April war der letzte Anstoß, der Annemarie Schmidt handeln ließ. Die Mutter zweier Kinder hat eine Petition im Internet losgestoßen, um „Mehr Sicherheit für Radfahrer / Fußgänger auf der Pinneberger Straße!“ durchzusetzen. Die Verkehrssicherheit entlang der Straße, insbesondere aber an den Kreuzungen Pinneberger Straße / Wiedentwiete / Breiter Weg sowie Pinneberger Straße / Steinberg / Flerrentwiete muss dringend verbessert werden, lautet die Forderung an Bürgermeister Niels Schmidt, die bis Dienstag Mittag bereits 307 Unterstützer unterzeichnet haben.

Autofahrer regelmäßig mit zu hoher Geschwindigkeit

„Geärgert hab ich mich, seit ich hier wohne“, sagt Schmidt. Ihre Familie lebt westlich der Pinneberger Straße. „Das ist ein dauerhaftes Thema.“ Nicht nur ihre Tochter und ihr Sohn, ganze Schüler- und Kindergartengenerationen müssen die von Autos und Lkw hoch frequentierte Straße täglich überqueren, die ein kinderreiches Wohngebiet von zahlreichen Schulen und Kindergärten trennt.

„Ich gehe selbst ständig da rüber“, erläutert Schmidt, die sich täglich zu Fuß zur Arbeit aufmacht und dafür die Pinneberger Straße am Marienhof überqueren muss. „Mindestens einmal in der Woche erlebe ich es, dass ich auf der Straße stehen bleiben muss, weil die Autos so schnell fahren.“ Die kommen von außerhalb herein und haben noch nicht das Tempo auf innerstädtische Geschwindigkeit gedrosselt, so Schmidts Beobachtung. Oder sie versuchten, noch schnell die Ampel zu schaffen. Auch müsse sie oft ihren Sohn zurückreißen, der bei Grün die Fußgängerampel überqueren will, erzählt die Initiatorin der Petition. Für abbiegende Autos sei die Rot / Grün-Phase zur Fußgängerquerung viel zu kurz. Wenn die Sonne auch noch schlecht stehe, werde es dann völlig unübersichtlich, weil die Lichtzeichen nur noch sehr schwer zu erkennen sind.

„Online ist es nur ein Klick.“

Auf die Idee der Online-Petition hat sie der IT-Berater ihrer Arbeit gebracht – Schmidt ist selbstständige Baudienstleisterin. Sie hatte es bereits händisch versucht, wie sie erzählt, aber über eine Liste an Unterschriften zu gelangen, sei sehr schwierig. „Online ist es nur ein Klick. Das kostet keine Zeit“, wirbt die Wedeler Mutter.

600 Unterschriften benötigt das Vorhaben, dann muss es angehört werden. „Vermutlich hängt das Quorum mit der Größe der Gemeinde zusammen“, erläutert Schmidt. Die technischen Formalien kennen die Betreiber der Seite, die übrigens sehr hilfreich gewesen seien. Neben einer Begründung für die Forderung habe die Initiatorin auch Ideen für eine Verbesserung der Situation einbringen müssen. Eine Verkehrsberuhigung, mehr und bessere Warnhinweise und eine andere Ampelschaltung lauten die ersten Vorschläge. Während des Unfalls Ende April, bei dem eine Schülerin, die die Pinneberger Straße überquerte, von einem abbiegenden Lkw erfasst wurde, standen beide Ampeln auf Grün, weiß Schmidt.

Wer Annemarie Schmidt unterstützen will, kann die Petition unter folgenden Link unterzeichnen.

15 Tage bleiben denjenigen, die sie mit einer Unterschrift unterstützen wollen, noch Zeit. Die Initiatorin würde nach Ablauf der Frist die 600 Signaturen gern zusammen mit anderen Eltern beim Bürgermeister persönlich vorbeibringen.

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