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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. August 2017 | 20:15 Uhr

Wedel : Ein Jahr mit den Zwergtauchern

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hannah Görge absolviert derzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Carl-Zeiss-Vogelstation in der Wedeler Marsch.

Wedel | „Auch wenn ich jetzt privat im Urlaub bin, freue ich mich, wenn ich auf einmal eine Eiderente sehe“, sagt Hannah Görge und lacht. Die 19-Jährige aus Kiel sitzt in der Hütte der Carl-Zeiss-Vogelstation am Fährmannsand. Dort, in der Wedeler Marsch, arbeitet sie seit August im Rahmen ihres Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). Und die Begeisterung für die Ornithologie hat sie bereits angesteckt.

Tiere begeisterten Görge schon immer. Dass ausgerechnet Vögel zum Mittelpunkt ihres Arbeitstages werden würden, war ihr dagegen lange Zeit nicht klar. Nach dem Abitur reiste sie jedoch nach Australien und entdeckte die bunte Vogelwelt des fünften Kontinents. Wieder in Norddeutschland angekommen, entschied sie sich spontan für ein FÖJ. Aus mehreren Angeboten entschied sie sich für Wedel

Mittlerweile wohnt Görge in Hamburg. Jeden Morgen pendelt sie mit der Bahn in die Rolandstadt und fährt dann mit dem Fahrrad zum Fährmannsand. Bei Wind und Wetter. Kein Problem für die 19-Jährige: „Das bringt den Kreislauf in Schwung.“

Zu den Aufgaben der Abiturientin gehört die Biotoppflege. So werden beispielsweise die Inseln in den Flachgewässern rund um die Station regelmäßig von Pflanzen befreit. „Ansonsten würde alles bald zuwuchern“, betont Stationsleiter Marc Sommerfeld. Die Inseln erreichen Görge und ihre Kollegen mit dem Boot. Sommerfeld: „Zum Glück kommt sie von der Küste und kann rudern.“

Auch rund um die Vogelstation selbst ist die Kielerin regelmäßig im Einsatz, streicht Wände und jätet Unkraut. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ihrer Tätigkeit ist die Besucherbetreuung. „In Zukunft möchte ich auch Führungen übernehmen und mehr an der Öffentlichkeitsarbeit mitwirken.“ Schließlich ist Görge auch dafür zuständig die Vögel zu beobachten und zu zählen. 160 verschiedene Spezies leben – zumindest zeitweise – in dem 18 Hektar großen Gelände in der Marsch. Betreut wird die Station seit 1984 vom Nabu Hamburg. Seit sieben Jahren verbringen junge Menschen dort ihr FÖJ. Sommerfeld: „Sie bringen sich immer voll ein, wir sind sehr von dem Konzept überzeugt.“

Wenn Görge fertig ist, möchte sie Tiermedizin studieren. Ihren Lieblingsvogel aus der Marsch wird sie nicht vergessen – den Zwergtaucher.

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erstellt am 27.Okt.2014 | 10:00 Uhr

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