Holm : Ein Dorf feiert seine Feuerwehr

Mit dem THW-Kran demonstrierten Experten die Höhenretttung von Menschen.
Mit dem THW-Kran demonstrierten Experten die Höhenretttung von Menschen.

Holmer Blauröcke sind seit 125 Jahren aktiv.

shz.de von
11. Mai 2015, 14:00 Uhr

Holm | Es war, als komme das ganze Dorf zusammen. Die Freiwillige Feuerwehr hatte im Jahr ihres 125-jährigen Bestehens zum „Tag der offenen Tür“ geladen. Als aufheulende Sirenen um 15 Uhr den Start verkündeten, war schon längst viel los auf dem Gelände der Wache. Und der Besucherstrom riss nicht ab. Selbst um Mitternacht ging es bei flotter Tanzmusik immer noch hoch her.

Nicht erst beim Tanzen durften alle aktiv dabei sein. Denn „Kieken un mitmoken“ war das Motto des ganzen Tages. Das ließen sich vor allem die vielen Kinder nicht zwei Mal sagen. Dafür sorgten außer den Brandschützern die Polizei und der Rettungsdienst mit je einem Einsatzfahrzeug auch das Technische Hilfswerk (THW), das Mutige mit einem Kran über die Menge hievte. Zuerst aber führten ehrenamtliche Experten vor, wie damit Menschen aus großer Höhe gerettet werden.

Ein Stück weiter wurde ein Auto auseinander genommen. „Das muss schnell gehen und doch mit großer Vorsicht, wenn verletzte Menschen eingeklemmt sind“, ermahnten die Experten alle, die mit den schweren Zangen ans Blech wollten.

Auf einmal ging eine menschengroße Puppe in Flammen auf. Nikolaus Zemky machte vor, wie man jemandem das Leben rettet, dessen Kleidung Feuer gefangen hat. Danach durften die Gäste ihr Rettertalent beweisen. Andere flogen derweil über ganz Norddeutschland. Das ermöglichte ihnen Fluglehrer Fritz Hagemann mit seinem Flugsimulator.

Jerome, Gabriel und Fabian, jeder vier Jahre alt, vergnügten sich lieber im Löschfahrzeug. Ihr Altersgenosse Oscar fand das Polizeiauto spannender. Kein Wunder: Thorsten Ibs von der Holmer Außenstelle drückte dem Kleinen auch mal das Funktelefon in die Hand. Thies, Felix und Niels ließen sich lieber für einen Ernstfall ausrüsten. Mit Atemschutzmasken und Luftkanistern sollten sie in einem verqualmten Zelt nach Opfern suchen. Die Tanks auf ihren Rücken waren allerdings Attrappen. „Echte wären für Kinder viel zu schwer“, erläuterte Oberfeuermann Ralf Mohr.

Natürlich konnte man auch Brände löschen. Lea und ihr Bruder Piet waren damit beschäftigt, der kleine Moritz ließ sich von Papa Marco Fronia an der Spritze helfen, Konstantin zielte mit den Wasserstrahl auf ein brennendes Haus, andere hatten Spaß damit, Blechdosen vom Brett zu spritzen.

Und überall standen Aktive der Feuerwehr, des THWs, des Rettungsdienstes und der Polizei bereit, Fragen zu beantworten und Auskunft zu geben. Oberfeuerwehrmann Konstantin Krack führte stolz seine Chefs Jutty und Bernd Tempelmann von der Firma Tempelmann Feinmechanik und deren Enkel Henry, Marty und Lenny über das Gelände. Auch Wehrführer Lukas Krack war mit Besuchern unterwegs. Einer davon: der Moorreger Amtsdirektor Rainer Jürgensen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen