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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. November 2017 | 20:27 Uhr

Ein Banner als sichtbares Signal

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ausgezeichnet TSV Holm ist Vorbild im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes und wird dafür von der Landessportjugend geehrt

Die Sportjugend Schleswig-Holstein hat dem TSV Holm das „Aktiv im Kinderschutz“-Banner überreicht, um den Verein für dessen Engagement für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im Sport auszuzeichnen. Das Banner solle nicht nur das große Engagement des TSV und dessen handelnden Personen hervorheben, sondern auch optisch im Waldstadion den aktiven Kinderschutz im Verein sichtbar dokumentieren, sagte Jakob Voß, Bildungsreferent der Sportjugend Schleswig-Holstein.

Der TSV Holm gehöre zu den Vereinen im Land, so Voß, die sich im besonderen Maße für den aktiven Kinderschutz im Sport durch Präventionsmaßnahmen einsetzen. „In Holm möchte man den jungen Menschen ein sicheres Sporttreiben mit Aufmerksamkeit, Wertschätzung und ohne Formen von Gewalt ermöglichen“, sagte Voß. Dabei spiele es für die Verantwortlichen eine große Rolle, dass sie alle für den Verein tätigen Übungsleiter für das Thema sexualisierte Gewalt sensibilisiere und darüber informiere. Zuständig für diese Arbeit ist Jugendwartin Gudrun Jabs, die zur Kinderschutzbeauftragten benannt wurde. Sie hat sich durch die Sportjugend Schleswig-Holstein schulen lassen.

Die Kultur des Hinsehens habe nichts mit Denunziantentum zu tun, betonte Sönke-Peter Hansen, Vorsitzender des Kreissportverbands (KSV). „Es gibt einfach nichts Schlimmeres als sexualisierte Gewalt“, sagte er. Wenn dies dann noch in Sportvereinen geschehe, hätten alle die „verdammte Pflicht“ dem energisch mit allen Mitteln entgegenzuwirken.

Das Thema Kinderschutz steht seit 2013 auf der Agenda, berichtet Jabs. Damals wurde das Projekt „Gemeinsam passen wir auf!“ gestartet. Die Verleihung des Banners hat Jabs sehr gefreut: „Das ist für die Außendarstellung superwichtig.“ Jabs hat eine klare Botschaft: „Wer zu uns kommt, muss sich sicher fühlen.“ So dürfen beispielsweise männliche Betreuer nicht einfach in die Umkleidekabine der Mädchen reinplatzen. Auch auf den Alkoholkonsum wird das Augenmerk gerichtet. Herumstehende Bierflaschen seien nicht duldbar. „Sport und Alkohol gehören nicht zusammen“, meint sie. Alle zwei Jahre gibt es eine Sensibilisierung der Ehrenamtler in Form einer Erinnerungsveranstaltung.

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