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Wedel-Schulauer Tageblatt

26. Juli 2017 | 22:31 Uhr

Ehrenamtliche Helfer gesucht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Betreuung Reha-Einrichtung möchte mit Freiwilligen Angebot für Patienten erweitern / 45 Mitarbeiter kümmern sich um 45 Bewohner

Sie leiden an Krebs, schweren neurologischen Krankheiten, hatten einen Schlaganfall oder einen schweren Unfall: 45 Patienten werden derzeit in dem Wedeler Reha-Zentrum Viapallia betreut. Jetzt sucht die Einrichtung ehrenamtliche Helfer, die den Bewohnern einen besseren Kontakt zur Außenwelt ermöglichen.

„Viele unserer Patienten leben hier sehr abgeschottet. Deswegen suchen wir Freiwillige, die sich mit den Bewohnern beschäftigen wollen“, sagt Maren Dinkelmann, bei Viapallia zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Personal.

Denkbar sind etwa Vorlesestunden, kleine Spaziergänge, Begleitung beim Einkauf. Die Einrichtung dient der Rehabilitation, Palliativpatienten gibt es nicht. Aber Menschen im Wachkoma, etwa nach einem Schädelhirntrauma. „Es gibt zwar viele Menschen, die in vielerlei Hinsicht eingeschränkt sind. Aber sie bekommen trotzdem alles mit“, sagt Dinkelmann. Ein konkretes Programm oder Angebot gibt sie nicht vor. „Wir schauen gemeinsam mit den Ehrenamtlichen, was in Frage kommt.“

Auch spezielle Anforderungen gibt es nicht. „Vom Schüler bis zum Rentner kann jeder mitmachen. Einzige Bitte: Regelmäßige Unterstützung wäre wichtig. Und wenn es nur eine halbe Stunde pro Woche ist“, sagt Dinkelmann. Mit Schülern etwa habe sie in anderen Einrichtungen bisher schon sehr gute Erfahrungen gemacht.

Das Altersspektrum der Patienten reicht momentan von 25 bis 75. „Reha-Einrichtungen haben oft das Image, ein Ort der Traurigkeit zu sein. Aber das ist nicht so. Wer es erst einmal ausprobiert hat, wird feststellen, wie sehr sich die Menschen hier über kleine gemeinsame Aktionen freuen, etwa mal zusammen ein Eis essen gehen“, sagt Dinkelmann. Sei der Kontakt erstmal da, verschwänden viele Vorurteile und Ängste.

45 Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner. „Es geht nicht darum, Pflegepersonal einzusparen. Es geht darum, den Patienten mehr soziale Kontakte zu ermöglichen“, sagt Dinkelmann zu dem geplanten Ehrenamtskreis. Ihr Ziel: ein Pool mit zehn Unterstützern, die sich regelmäßig engagieren. Die Präsenzzeiten können flexibel abgesprochen werden. „Ob vormittags oder nachmittags ist egal. Wir sprechen die Einsatzzeiten so ab, wie es den Freiwilligen passt.“, sagt Dinkelmann.

Im Reha-Zentrum werden Menschen mit Tumorerkrankungen des Zentralnervensystems, mit cerebrale Gefäßkrankheiten (Schlaganfall), hypoxischen Hirnschäden (Sauerstoffmangel), Entzündungen wie Encephalitis, Schädelhirntraumata (Unfälle), neurologischen Erkrankungen und bald auch Beatmungspatienten behandelt.

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erstellt am 27.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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