Weinfest Wedel : Edle Tropfen vor dem Rathaus

Prost! Eine zwölfköpfige Gruppe war aus Blankenese zu Fuß nach Wedel gepilgert, um die Rebensäfte auf dem Weinfest zu probieren.
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Prost! Eine zwölfköpfige Gruppe war aus Blankenese zu Fuß nach Wedel gepilgert, um die Rebensäfte auf dem Weinfest zu probieren.

Mehrere tausend Rebensaft-Liebhaber feiern die 26. Auflage der Sause in bester Stimmung.

shz.de von
16. Mai 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Zehn Winzer, die 130 edle Tropfen aus deutschen Anbaugebieten kredenzen, ein ausgesuchtes kulinarisches Angebot und Live-Musik: Die ersten beiden Tage des Wedeler Weinfests waren so ganz nach dem Geschmack der zahlreichen Rebensaft-Liebhaber, die sich auf dem Rathausplatz tummelten. Mehrere tausend Besucher registrierte Organisator Klaus Roth, der die Sause zum 26. Mal auf die Beine stellte, bereits bis gestern Abend. Heute geht es zum Endspurt ab 15 Uhr weiter im Programm. Höhepunkt des Abschlusstags wird die Auslosung der Gewinner der Weinroute sein. Wer mindestens drei Rebensäfte an den Ständen probiert hat und sich dieses auf einem Pass abstempeln lässt, hat die Chance auf ein Weinpräsent. Die Bekanntgabe der Sieger erfolgt gegen 18 Uhr.

Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) hatte das Weinfest eröffnet. „Es ist eine gute Tradition. Wedeler treffen Wedeler, man kommt in Kontakt mit Menschen, die man lange nicht gesehen hat“, so der Rathauschef. Peter Meier aus Lurup und Gisela Schuldt aus Rissen besuchen seit vielen Jahren das Weinfest. „Wir sind zusammen zur Schule gegangen und sehen uns regelmäßig in Wedel am Himmelfahrtstag“, sagten die 70-jährigen Rentner. Bei ihrer Wahl der Weine haben sie eine klare Vorstellung: „Wir trinken am liebsten einen trockenen Silvaner.“ Weißweine sind die Favoriten von Heidi Heidrich, Ursula Ahrens, Waltraud Wehlen und Gerti Bellwig. Das Seniorinnen-Quartett trifft sich in Wedel regelmäßig zu Unternehmungen, „immer dort, wo etwas los ist“. Vor dem Besuch des Fests hatten sich die Rentnerinnen in einem Steakhouse gestärkt.

Vertreter einer anderen Generation war eine zwölfköpfige Gruppe von jungen Frauen und Männern, die nach einem Fußmarsch von Blankenese nach Wedel auf dem Rathausplatz eine längere Rast einlegte. „Wir sind bereits zum vierten Mal auf dem Wedeler Weinfest, immer am Vatertag“. Marlena Mewes (26), Carolin Hollmann (28), Laura Lancker (28) und Elena Grigoleit (26) erklärten sich spontan bereit, als Kandidatinnen für die Ämter der zwei neuen Weinprinzessinnen anzutreten.

Linus Lorsbach, Werbeleiter der Winzer, stellte dazu Fragen wie „Welcher Wein wird in Deutschland am meisten angebaut?“ und „Welches Weingebiet ist das größte?“. Anne Guderow aus Wedel hatte als Erste die richtigen Antworten parat. Die 25-jährige Erzieherin übernimmt das Amt der Ersten Prinzessin und wird in einem Jahr zum Weinkönigin proklamiert. Zweite Prinzessin ist Elena Grigoleit. Kim Suhr, die vor einem Jahr zur Prinzessin ernannt wurde, erhielt Krone und Schärpe der scheidenden Königin Julia Peemöller. Sie freute sich nicht nur über einen riesigen Blumenstrauß, sondern auch über einen Gutschein für eine viertägige Reise für zwei Personen zum Weinbaugebiet Nahe. Dort wird sie als Weinkönigin die Stadt Wedel repräsentieren.

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