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Zusätzliche Mittel von Bildungsausschuss : EBG: Die Sanierung ist angelaufen

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Einbruchschäden - der Bildungsausschuss bekräftigt Bereitschaft, zusätzliche Mittel bereitzustellen.

shz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Wedel | Die Hälfte des Kollegiums ist in einem viel zu kleinen Lehrerarbeitszimmer untergebracht, die andere im Computerraum. Die neuen Computer, die die zerstörten Geräte ersetzen sollen, sind bereits da, können wegen der Fremdnutzung aber nicht aufgebaut werden. Zudem musste Schulleiter Stephan Krumme mehr für sie ausgeben, als die Versicherung zu zahlen bereit ist. 11.000 Euro kosten die neuen Schulcomputer, 5000 Euro übernimmt die Versicherung. Woher Krumme die Differenz von 6000 Euro nimmt, weiß er noch nicht. Die Anschaffung neuer Tische für die Schüler habe er erst einmal zurückgestellt, berichtet der Schulleiter den Mitgliedern des Bildungsausschusses in der jüngsten Sitzung.

Die Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG) lebt auch fünf Wochen nachdem weite Teile von mehreren jugendlichen Tätern komplett verwüstet wurden, immer noch im Provisorium. Das Lehrerzimmer muss totalsaniert werden. „Gerade eben ist der kontaminierte Teppich ausgetauscht worden“, sagt Krumme auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein erster Anfang für eine Normalisierung der Situation. Aber können die Renovierungsmaßnahmen bis zum Ende der Sommerferien fertiggestellt werden?

Mit einem Dringlichkeitsantrag wollte die SPD im Bildungsausschuss die Sache beschleunigen – und rannte offene Türen bei den anderen Fraktionen ein. „Da Versicherungsleistungen möglicherweise nicht voll kostendeckend sein werden, sollen die Mittel vorsorgehalber zur Vermeidung von weiteren Verzögerungen bereitgestellt werden“, so die Forderung. „Das Gebäudemanagement ist an sich optimistisch, es zum neuen Schuljahr hinzubekommen“, schätzte Fachdienstleiter Burkhard Springer für die Verwaltung die Situation ein. Der Schulleiter bat allerdings, nichts übers Knie zu brechen. Das Ganze müsse mit Sinn und Verstand angegangen werden. „Es soll zügig, aber auch geplant vorangehen“, bat er. Sinnvolle räumliche Veränderungen könnten mit der Sanierung zusammenfallen.

Den Hilferuf hörte nicht nur die Politik, sondern auch die Verwaltung. „Es gibt keinen Fonds für solche Notfälle“, stellte Springer auf Nachfrage klar. „Wir haben nicht mehr Mittel, es werden Maßnahmen geschoben werden müssen.“ Zudem glaube er auch, dass mit der Versicherungssumme keine Eins-zu-eins-Abdeckung hinzubekommen sei. Fachdienstleiter Ralf Waßmann kündigte überplanmäßige Ausgaben und Mittelverschiebungen an. Die Kommunalpolitiker bekräftigten ihre grundsätzliche Bereitschaft, mehr Geld bereitzustellen. Federführender Ausschuss ist der Bauausschuss, deswegen gab es für den Bildungsausschuss nichts zu beschließen. Die Mitglieder bekräftigten aber ihren Willen, der EBG schnell und unbürokratisch zu helfen.

Die Sanierungsmaßnahmen sind angelaufen, freut sich Schulleiter Krumme. Doch Ende des Sommers fertig sein, das wäre utopisch, lautet seine Einschätzung. Mit der Aussicht auf bessere räumliche Arbeitsbedingungen sei das Kollegium allerdings für ein längeres Provisorium bereit.

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