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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 14:39 Uhr

Südverbindung : Droht Wedel das Verkehrschaos?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Weil aus einem defekten Kabelmantel Öl auslaufen kann, muss eine Eiche gefällt und eine neue Baustelle eingerichtet werden.

Wedel | Es war Gefahr im Verzug, deswegen musste alles schnell gehen. Gestern morgen rückte ein Fachbetrieb zur süd-östlichen Stadtgrenze Wedels aus, um eine völlig gesunde, kräftige Eiche zu fällen. Dort, wo der Grenzweg in den Tinsdaler Weg einmündet, geht auf der gegenüberliegenden Seite ein schmaler Wanderweg hinterm Astra- Zeneca-Gebäude weiter. An der Ecke zur Straße steht der Baum, mit einem Pendant auf der anderen Seite bildet er eine Art Entree in den Schulauer Weg nach Hamburg hinein. Jetzt allerdings nicht mehr. Die Eiche muss weg, weil eine Umweltverschmutzung aufgrund einer Havarie eines Kabels droht. Stromnetz Hamburg hat der Stadt Wedel einen Ölkabelmantelfehler gemeldet, erklärt Angela Hans aus dem Fachdienst Ordnung und Einwohnerservice.

Die Kabel des Netzbetreibers liegen in Öl. Tritt ein Schaden auf, droht eine Verseuchung dadurch, dass Öl in den Boden und ins Grundwasser einsickert. Die Kabel von Stromnetz Hamburg liegen unter dem Wanderweg, erklärt Hans, das Schadhafte direkt unterm Baum. Für die Reparaturmaßnahmen muss eine zwei mal sechs Meter Grube ausgehoben werden, erläutert Bettina Parszyk aus der Bauverwaltung. Das erfordert Platz. Weil darüber hinaus auch die schweren Maschinen am Straßenrand abgestellt werden müssen, musste die Stadt für den Streckenabschnitt eine Ampelregelung einrichten. Autofahrer, die den südlichen Schleichweg von und nach Hamburg benutzen, müssen also mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen, so das Ordnungsamt. Stromnetz Hamburg rechnet damit, sechs Wochen für die Instandsetzung zu benötigen.

Was in dieser Woche noch leidlich funktionieren kann, wird in der drauffolgenden Woche möglicherweise vollends zum Verkehrschaos führen. Denn ab Mittwoch, 9. August, steht auch die Kreuzung am Businesspark wieder im Visier der Wedeler Verkehrsplaner. Der Knotenpunkt Tinsdaler Weg, Industriestraße, Elbring soll mit Ampeln versehen werden, erläutert Hans. Das bedeutet zwei Ampelschaltungen hintereinander. „Sie sollen aufeinander abgestimmt werden“, versichert Cornelia Wegner von der Verkehrsaufsicht. Die Signalisierung der Kreuzung sei lange geplant, die Baumaßnahmen dafür wurden extra in die Sommerferien gelegt. Dass jetzt noch eine zweite Ampel hinzugekommen sei, sei der akuten Gefahrensituation geschuldet und nicht vorhersehbar gewesen, betonen die Fachfrauen.

Da zur Zeit auch die B431 für den Verkehr aus Wedel nach Hamburg nicht zu befahren ist, droht zusätzliches Verkehrsaufkommen auf der Südtangente, das den Ordungskräften obendrein Kopfzerbrechen bereitet. „Wir bitten die Autofahrer wegen der akuten Bautätigkeiten den südlichen Schleichweg möglichst nicht zu nutzen, sondern vorher die Industriestraße hochzufahren“, so Wegner. Die offizielle übergeordnete Umleitung aus Holm führt über Schulauer Straße, Galgenberg, Tinsdaler Weg und Industriestraße, die innerörtliche über Rudolf-Breitscheid-Straße, Tinsdaler Weg und Industriestraße. LKW- und Autofahrer werden also gebeten, sich an die Umleitung zu halten und nicht der Versuchung zu erliegen, über den Tinsdaler Heideweg auszuweichen.

„Nichtsdestotrotz wird man mit Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen müssen“, sagt Wegner. Die Ampel Industriestraße/Ecke B431 wollen die Wedeler mit einer Verlängerung der Grünphase anpassen. Die Signalisierung der Kreuzung am Businesspark, die erst einmal provisorisch aufgestellt und erst zum Jahresbeginn endgültig installiert wird, sei auch deswegen nötig, erklärt Hans, um den Verkehr aus den Nebenstraßen einfließen lassen zu können.  

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erstellt am 02.Aug.2017 | 12:00 Uhr

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