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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 22:38 Uhr

DRK plant Mehrgenerationenhaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ortsverein will neues Modell des betreuten Wohnens in der Rudolf-Höckner-Straße in frei finanziertem Gebäude realisieren

Viele Jahre hat Wedels DRK nach Verwertungsmöglichkeiten für das 1000-Quadratmeter-Grundstück in der Rudolf-Höckner-Straße gesucht, das der Ortsverein 2007 erworben hat. Sie ist gefunden. Vorsitzender Josef Musil (Foto) präsentierte den Mitgliedern in einer außerordentlichen Versammlung Pläne, mit denen das DRK neue Wege geht: Mit dem Bau eines Mehrgenerationenhauses mit einer Mischnutzung von betreutem Wohnen und Vermietungsmöglichkeiten ohne diese Option. Investitionsvolumen: rund 2,4 Millionen Euro. 2016 soll es bezugsfertig sein. Die Versammlung hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Der Bauantrag ist in der vergangenen Woche im Rathaus eingegangen.

Das Projekt: Zwölf altengerechte Wohnungen sollen in einem wertigen Satteldach-Bau mit zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss entstehen. Sechs Zweizimmerwohnungen, drei mal Dreizimmer-Appartements sowie zwei Vierzimmer-Wohnungen mit 98 Quadratmeter Größe. Geplante Wohnfläche insgesamt: 867 Quadratmeter.

Während die kleinen Wohnungen betreut angeboten werden, gilt dies für die größeren je nach Nachfrage. Generell sei das Interesse an dieser Form des Wohnens immens, so Musil.


Möglichkeiten der Mietsubvention


Ein Charme des aktuellen Projekts liegt eben in der Mischung und der Flexibilität. So wäre eine Nutzung der größeren Wohnungen auch für Familien oder Wohngemeinschaften denkbar, sagt der DRK-Chef. Zudem hätte der Verein im Sinne der Gemeinnützigkeit die Möglichkeit, in Einzelfällen auch einmal Mieten zu subventionieren.

Im Gegensatz zu den Häusern vor dem Baugrundstück in der Rudolf-Höckner-Straße und in der Reepschlägerstraße soll der Neubau nicht mit öffentlichen Fördermitteln realisiert werden. Das ermöglicht dem Verein einen Wohnungszuschnitt, mit dem die Planer auch langfristig die Attaktivität des Objekts gesichert sehen, erklärt Musil.

Stellt sich die Frage, ob ein Haus mit hochpreisigen Wohnungen – rund zehn Euro pro Quadratmeter – tatsächlich zum DRK passt. Ja, sagt Musil. Mit Erträgen aus der Wohnungswirtschaft könne der Verein gut arbeitet. Bis zu 30 Prozent könnten für freie Rücklagen verwendet, der Rest gemeinnützig eingesetzt werden. Die Optimierung der Wohnungswirtschaft diene damit dem Ziel, die Finanzlage weiter zu stabilisieren und wirtschaftliche Unabhängigkeit für eine freie gemeinnützige Arbeit in Wedel auf breiter Basis zu fördern.

Stichwort Finanzlage: Die kann sich sehen lassen mit einem Gewinn per Ende 2013 von 250 000 Euro und einer Liquidität von 1,4 Millionen Euro.

> www.drk-wedel.de

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