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Ärger um Namensrechte und Spendengelder : DRK-Kreisverband wehrt sich gegen die Vorwürfe

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kreisgeschäftsführer Reinhold Kinle wurde vom Rückzug der Kekk-Cares-Initiatorinnen überrascht. Spenden werden überwiesen.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2015 | 14:00 Uhr

Holm | Beim Zoff um Namensrechte und Spendengelder zwischen den Initiatorinnen des Paten-Programms Kekk Cares für Familien mit krebskranken Eltern, Leena Molander und Dörthe Bräuner aus Holm, und dem DRK-Kreisverband meldet sich nun DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Kinle zu Wort. In einer Pressekonferenz nahm er gemeinsam mit Kerstin Kreuzhage, die die zentrale Kontaktstelle für Selbsthilfe leitet, in der Kreisgeschäftsstelle in Rellingen Stellung zu den Vorwürfen. Fazit: Beide bedauern den Rückzug der Powerfrauen und den Zoff per Anwalt.

Die Holmerinnen waren, wie berichtet, an den DRK-Kreisverband herangetreten, um unter dem Rotkreuz-Dach ein Paten-Projekt aufzuziehen. „Wir fanden die Idee toll“, sagte Kinle. In der Rotkreuz-Familie habe es in Kiel ein ähnliches Projekt gegeben. Als Ansprechpartnerin wurde Kreuzhage ausgeguckt, die etwa 150 Selbsthilfegruppen im Kreis betreut. Kreuzhage habe dann ein etwa dreiseitiges Konzept erstellt. Inhalt: der Einsatz von Ehrenamtlichen Kräften, begleitende Paten-Treffen sowie Versicherungsfragen. Das DRK habe Bräuner und Molander den Kopf frei halten wollen von der administrativen Abwicklung, beispielsweise die Abrechungen von Kilometergeld und Aufwandsentschädigungen der Paten übernommen. „Mehr als 50 Prozent des Inhalts stammen von uns“, beteuert Kinle. Deshalb pocht er auch darauf, dass das Copyright dem DRK gehöre.

Das Projekt lief gut an, die Holmerinnen wollten Kekk Cares dann landesweit etablieren. So wurde im November 2013 Kontakt zum DRK-Landesverband aufgenommen. „Die Damen haben gesagt, dass es dann nicht mehr ehrenamtlich gehe“, sagte Kinle. 2014 gab es vom Landesverband grünes Licht für Teilzeitjobs. Im Januar 2015 folgte ein Gespräch in Kiel über die Ausgestaltung – dem ein kompletter Rückzug der Kekk-Gründerinnen folgte. Kreuzhage: „Ich war richtig vor den Kopf gestoßen – es war sehr überraschend.“ Es habe kein Gespräch gegeben, bei dem es geknallt habe, betont Kinle.

Rücksprache mit DRK-Ortsvereinen

Für die DRK-Vertreter ist klar, dass es sich bei Kekk Cares um eine gute Idee handelt. „Wir werden auch weiterhin an dieses Projekt vermitteln“, betont Kreuzhage. Es sei Schade, dass die Zusammenarbeit so ende. „Wir haben was Gutes im Sinne der Betroffenen auf den Weg gebracht.“

Auch jetzt sei die Tür noch nicht verschlossen, beteuern die Rotkreuzler. „Es ist nicht unser Weg mit der juristischen Auseinandersetzung“, sagte Kinle. Auch über die Nutzung des Konzepts könne man reden. Es solle nur nicht von einer anderen Organisation übernommen werden.

Was die auf das DRK-Konto überwiesene Spenden für die Kekk-Cares-Arbeit betrifft gibt es auch einen klaren Kurs: die von DRK-Ortsvereinen kommenden Gelder gehen nach Rücksprache mit den Ortsvereinen an die Absender zurück – und können dann bei Bedarf an Kekk weitergeleitet werden. In einem Schreiben vom 1. April sei dem Anwalt der Kekk-Initiatorinnen mitgeteilt worden, dass bei Benefiz-Veranstaltungen gesammelten Restmittel in Höhe von 1178,87 Euro auf das Kekk-Cares-Konto überwiesen werden könne.

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