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Apfelfest in Hetlingen : Drei Zentner Äpfel verarbeitet

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Beim Apfelfest der Hetlinger Arge wurden die Bäume geplündert. Fünf Apfelsorten stehen auf der Wiese. Vorfreude auf Saft und Wein.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 14:15 Uhr

Hetlingen | „Es wäre doch schade, die leckeren Äpfel einfach verkommen zu lassen“, sagte Ralf Hübner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Umweltschutz Haseldorfer Marsch in Hetlingen. Auf der Naturwiese – von Haseldorf aus kommend etwa 500 Meter vor dem Hetlinger Ortsschild gelegen – pflückten die Vereinsmitglieder und Besucher am Sonntag Äpfel und verarbeiteten diese direkt vor Ort.

„Wir produzieren daraus Apfelsaft und –wein. Wer mochte, konnte natürlich die Äpfel auch so mitnehmen“, sagte Jochen Steinhart-Wulff, zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Insgesamt drei Zentner Äpfel wurden bei strahlendem Sonnenschein gepflückt. „Egal, ob die Apfelbauern eine gute oder eine schlechte Ernte haben, bei unseren Bäumen ist der Ertrag eigentlich immer gleich“, stellte Steinhart-Wulff fest. Einzig der „Kantapfel“ habe dieses Jahr schlecht getragen. „Das ist aber eigentlich nicht so schlimm, denn so richtig gut schmeckt er nicht“, sagte der Umweltschützer.

Insgesamt fünf verschiedene Apfelsorten wachsen auf dem Gelände. Neben dem Kantapfel ist aber nur der „Seestermüher Zitronenapfel“ den Naturschützern namentlich bekannt. Er hat eine grüngelbe Schale, die sich zitronengelb färbt und schmeckt eher säuerlich. „Wir haben Experten gefragt, aber die konnten die anderen Apfelarten nicht bestimmen“, so Steinhart-Wulff. „Die Apfelbäume hier sind Altbestände und nicht gepflegt und definitiv nicht behandelt“, erläuterte Hübner. Die Früchte, die nicht mitgenommen wurden, verarbeitete das Team direkt vor Ort.

Aus dem Elbmarschenhaus hatte sich die Arbeitsgemeinschaft einen Apfelhäcksler mit Handkurbel organisiert. „Das geht bei großen Mengen irgendwann in die Arme“, stellte Hübner fest. Die Apfelstücke wurden anschließend gepresst, um den Saft entsprechend weiterzuverarbeiten. „Am Ende wurde natürlich fleißig probiert“, so Hübner, der auch einen Ausblick auf das kommende Jahr gab. Dann soll möglichst ein Teich auf der Naturwiese entstehen. „Davon kann man nie genug haben“, so Steinhart-Wulff. Die Planungen laufen bereits, wann diese umgesetzt werden können, stehe allerdings noch nicht fest.  

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