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„Engel der Kulturen“ : Drei Religionen, ein Ziel: Frieden

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Projekt „Engel der Kulturen“ startet in Wedel. Die Initiatoren suchen Mitwirkende. Eine Infoveranstaltung findet am 26. März im Rathaus Wedel statt.

Wedel | Wedel ist weltoffen. Das zeigt sich ganz aktuell in den Bürgerreaktionen auf den Bau von neuen Notunterkünften im Ansgariusweg. Einen weiteren Schritt zum friedvollen Miteinander macht jetzt der Wedeler Arbeitskreis gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit. Irmgard Jasker, Nancy Gomez und Brigitte von Winterfeld wollen das Projekt „Engel der Kulturen“ in der Rolandstadt initiieren. Dafür suchen sie Unterstützer. Denn die drei Frauen sind sich einig: „Wir sehen im Engel der Kulturen ein kraftvolles Symbol für den respektvollen Umgang mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen.“

Worum geht’s? Der „Engel der Kulturen“ ist ein Symbol für nichts geringeres als den Weltfrieden – geschaffen von einem Künstlerpaar aus Essen. Von Winterfeld lernte es vor zwei Jahren kennen: „Ich war sofort begeistert“, sagt die Wedelerin. Überzeugend, denn sie trägt eine Halskette mit dem Symbol als Anhänger.

Dabei handelt es sich um einen Kreis, der die drei großen monotheistischen Weltreligionen miteinander verbindet. Zu gleichen Teilen nehmen der Davidstern für das Judentum, das Kreuz für das Christentum und der Halbmond für den Islam Platz darin ein. Der Halbmond formt den Engelskopf, Davidstern und Kreuz die Flügel. Der Kreis drumherum weckt Assoziationen mit der Erdkugel. Bezeichnend: „Wenn eines der Symbole fehlen würde, dann wäre der Engel nicht mehr da“, sagt Winterfeld. Die religiösen Zeichen stehen gleichzeitig für etliche Kulturkreise. Der Clou: Zum erkennbaren Engel wird das Symbol, wenn es als Schablone verwendet wird. So passiert europaweit in mehreren Städten, von Brüssel bis nach Istanbul.

Als festinstallierte Bodenintarsie ist der Engel an prominenten Stellen zu sehen. Zum Beispiel vor der Kirche des EU-Parlaments. „Das nächste ist in Blankenese“, weiß von Winterfeld. Diese Intarsie soll auch in Wedel verlegt werden. Ein Ort dafür steht noch nicht fest. „Am schönsten wäre das natürlich vor dem Rathaus“, sagt Jasker. Wedel sei schließlich bereits 1990 als „Weltoffene Gemeinde“ ausgezeichnet worden. Die Verlegung findet als Festakt statt. In der Rolandstadt soll das im Rahmen der Interkulturellen Wochen geschehen, am Sonnabend, 13. September, ist ein „Fest der Kulturen“ geplant.

Dann wird zunächst die „Schablone“, der Engel als Skulptur, durch die Stadt gerollt. An verschiedenen Orten wird zeremoniell ein temporärer Engel hinterlassen, aus Sand. Mit dem Zeichen solle zum Ausdruck gebracht werden: Wir leben alle in einer Welt. Wir sind einander verbunden und werden nur gemeinsam und friedlich die Zukunft gestalten können. Etwas, das sich Wedel ohnehin schon auf die Fahnen geschrieben hat, bekäme dann ein Symbol in der Stadt.

Die drei Frauen rufen jetzt Wedeler Bürger dazu auf mitzumachen. Etwas beitragen könne jeder, zum Beispiel Schulen, Kirchen oder Privatpersonen. Auch die Form des Beitrags sei individuell zum Thema Interkulturalität zu gestalten. „Es kann gedichtet und gesungen, oder über Erfahrungen berichtet werden“, sagt Gomez.

Bei einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 26. März erläutert der Arbeitskreis das Projekt. Dort könnten Interessierte dann entscheiden ob und mit welchem Beitrag sie ihre Institution oder Gruppe an dem Projekt beteiligen möchten.

Der Informationsabend zum „Engel der Kulturen“ findet am Mittwoch, 26. März, im Rathaus statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.
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erstellt am 22.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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