Bürgerengagement : Drei Bänke für den Friedhof in Heist

Marianne Riedemann (Dritte von rechts) und ihre Tochter Birgit Tronnier (sitzend, Dritte von links) sind froh über die Anschaffung der pflegeleichten Bänke.
Marianne Riedemann (Dritte von rechts) und ihre Tochter Birgit Tronnier (sitzend, Dritte von links) sind froh über die Anschaffung der pflegeleichten Bänke.

Familie Riedemann verzichtete bei Beerdigung auf Blumen und bat um Geldspende für den Kauf von Sitzgelegenheiten.

shz.de von
24. Mai 2019, 16:00 Uhr

Heist | Eine Geldspende statt Blumen – als Hanzi Riedemann im November 2018 beerdigt wurde, bat die Familie darum. Die Idee dahinter: Nachhaltigkeit und etwas für die Menschen tun, die zum Trauern auf den Heistmer Friedhof kommen. Marianne Riedemann ist froh darüber, sich so entschieden zu haben. Drei Bänke konnten nun angeschafft werden. „Er ist bekannt gewesen“, sagt Tochter Birgit Tronnier.

Auf die Idee mit den Bänken ist Tronnier gekommen. Für Vater Hanzi war eine Urnenbestattung gewählt worden. Bis dato gab es ein großes Familiengrab. „Wir freuen uns über diese Spende, der Friedhof wird immer weiter aufgewertet“, sagt Hans-Jürgen Voß (CDU), Vorsitzender des gemeindlichen Ausschusses für Umwelt, Straßen und öffentliche Flächen in Heist. In den Friedhof werde jedes Jahr ein bisschen investiert. So eine Spende sei sehr hilfreich, so Voß.

Das sieht auch Kirsten Both so. Sie ist bürgerliches Ausschussmitglied. „Es gab bereits eine Stiftung, wir haben eine Herbert Ehlers Bank“, sagt sie. Sie erinnert an den 2017 verstorbenen langjährigen Amtsvorsteher des Amtes Moorrege. Ausgewählt wurden drei Sitzgelegenheiten aus Recyclekunststoff. Voß: „Sie sind witterungsbeständig und haben 20 Jahre Garantie.“

Auch Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) ist begeistert. „Wir freuen uns über jede Stiftung“, sagt er. Den ausgewählten Banktyp kenne er aus dem Tävsmoor. „Das ist ein gutes Invest.“ Neumann hofft auf weitere Spender. Auf dem Heistmer Friedhof an der Bundesstraße 431, neben dem das neue Amtshaus des Amtes Geest und Marsch Südholstein (Gums) entstehen wird, gibt es auch die Möglichkeit einer Friedwald Bestattung. Aber auch am Babywald könnten Bänke aufgestellt werden, meint Neumann.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen