Dodenhof bringt Städte in Rage

Im neuen Jahr übernimmt sie die Amtsgeschäfte in Pinneberg: Urte Steinberg.PT
Im neuen Jahr übernimmt sie die Amtsgeschäfte in Pinneberg: Urte Steinberg.PT

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31. Januar 2013, 01:14 Uhr

Kaltenkirchen/Kreis Pinneberg | Die Stadt Elmshorn macht gegen die geplante Erweiterung des Einkaufszentrums Dodenhof in Kaltenkirchen mobil. Dort sollen die Verkaufsflächen für Möbel und andere Einrichtungsgegenstände sowie für Bekleidung, Textilien, Schuhe, Lederwaren und Sportartikel um 12 200 Quadratmeter auf mehr als 60 000 Quadratmeter ausgebaut werden. An der Krückau befürchten Politik und Verwaltung einen drastischen Kaufkraftverlust für den Einzelhandel in der Stadt.

Diese Auffassung teilen auch andere Städte: Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg (Foto) sowie die Verwaltungschefs von Rendsburg, Itzehoe, Bad Segeberg und Norderstedt appellieren an die Landesregierung, die weiteren Ausbaupläne an der A 7 nicht zu genehmigen. "Die weitere, vermehrte Ausweitung vom großflächigen Einzelhandel auf der grünen Wiese wirkt sich zerstörerisch auf unsere zentralen, städtischen Einzelhandels strukturen aus", schreiben die sechs Bürgermeister in ihrer Stellungnahme. Nach der Eröffnung des Factory Outlet Centers in Neumünster würde die Dodenhof-Expansion weitere vorhandene Kaufkraft abziehen und damit die Innenstädte weiter schwächen. "Das können wir nicht mehr hinnehmen", so der Appell der Verwaltungsspitzen. Barmstedt will sich der Forderung anschließen. Das Einkaufszentrum Dodenhof plant außer der Fläche auch das Sortiment zu erweitern - um Produkte wie Parfüm, Schmuck und Brillen.

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