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Streetart-Ausstellung im Wedeler Rathaus : Die Welt reflektieren

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schüler des JRG stellen bis Ende Januar Werke aus, die sich mit Wedel, der Umwelt und der Zukunft beschäftigen.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 12:00 Uhr

„Streetart“ ist für junge Leute längst ein Begriff, für die ältere Generation in Wedel sollte er spätestens jetzt einer werden: Im Rathaus ist noch bis Freitag, 31. Januar, eine Streetart-Ausstellung zu sehen. Die Künstler: 20 Schüler der 13. Klasse des Johann-Rist-Gymnasiums (JRG). Das Thema: „Wir mit Wedel“. Die Teilnehmer des Kunstkurses der Oberstufe setzten sich künstlerisch mit ihrer Stadt auseinander. Die Werke beschäftigen sich mit Elbe und Roland, Teenager-Leben und Umweltzerstörung, medialer Omnipräsenz und Selbstfindung. Wie für die Straßenkunst üblich, inszenierten sie ihre Bilder und Installationen an unkonventionellen Orten – unter anderem am Strand, am Willkomm Höft oder am Bahnhof. Dabei war die typische Vergänglichkeit bei dem Projekt eingeplant: Die Schüler drappierten ihre Kunst, fotografierten sie und nahmen sie danach wieder ab. Die Installationen sowie die Fotos werden nun ausgestellt.

Bei der Vernissage sagte Bürgermeister Niels Schmidt es seien „tolle und kreative Anregungen für die Stadt dabei.“ Auch Kunst-Lehrerin Birgit Ramacher war stolz auf ihre Schüler: „Sie haben viel Engagement außerhalb unserer Unterrichtszeit gezeigt“. Und freute sich mit ihren Schülern über die Möglichkeit im Rathaus auszustellen.

Den Betrachter zum Reflektieren bringen

Beeindruckt von den Gästen war die Schülerin Sonja Hofmann. „Ich hatte damit gerechnet, dass vielleicht 30 Leute herkommen – nun sind es viel mehr“, sagte die 19-Jährige bevor sie bei der gut besuchten Ausstellungseröffnung zwei Songs vortrug. Die hatte sie eigens für das Projekt getextet. „I want them to listen and to open up their eyes – to open up their minds“, hieß es in einem davon. Und das ist es, was Streetart bezwecken kann und soll: Den Betrachter zum Reflektieren oder zum Lachen bringen – am besten Beides.

Das schafften die jungen Künstler. Luisa Hannemann bastelte eine Weltkarte mit dem Slogan „Save the earth“ – diese hatte sie auf einen Gullideckel geklebt. „Acht Tage lang habe ich sie dort liegen lassen“, berichtete die 18-Jährige. Jeden Tag machte sie ein Foto. Die entstandene Reihe demonstriert die Zerstörung der Erde, durch unachtsame Fußtritte. Ein anderes Werk zeigt einen jungen Menschen, dessen Gesicht nicht erkennbar ist und der von Elektrokabeln gefesselt wird.

Die Schüler hinterfragten in ihren Werken ihre Umwelt – und fordern damit nun die Besucher heraus, selbiges zu tun.

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