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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 00:13 Uhr

Hetlingen : Die Wehr erhält das Ortswappen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Freiwillige Feuerwehr feiert 125-jähriges Bestehen.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 13:00 Uhr

Hetlingen | Die Zeiten ohne Wappen an der Uniform sind für die Freiwillige Feuerwehr Hetlingen vorbei. Beim offiziellen Empfang zum 125-jährigen Bestehen überreichte Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) eine Tüte voller Wappen für die Wehr: „Damit man sie auch demnächst auf Einsätzen erkennt.“ Das erste Wappen steckte sie Wehrführer Oliver Schönfeldt auf der Bühne in der Hetlinger Mehrzweckhalle selbst an. „Ich spreche euch im Namen der ganzen Gemeinde Dank und Anerkennung aus“, sagte Riekhof. Sie lobte das ehrenamtliche Engagement der Wehr und die Bereitschaft, Leib und Leben für andere einzusetzen. „Es gehört viel Idealismus, Motivation und Unterstützung durch die Familie dazu“, so die Bürgermeisterin.

„Aus den Aufzeichnungen kann man schließen, dass sich bei uns nie ein Feuerwehrmitglied im Einsatz schwer oder gar tödlich verletzt hat“, sagte Schönfeldt in seiner Rede. Er erinnerte an die Sturmfluten und die Schneekatastrophe 1979 und viele kleinere und größere Einsätze in der Marsch. Zudem ließ er die technische Entwicklung von der ersten Motorspritze 1941 über das erste motorisierte Fahrzeit – einen VW Bus, 1961 – bis zu modernen Löschfahrzeugen Revue passieren. „Unsere Aufgaben haben sich weg von der Brandbekämpfung hin zum Brandschutz und zur technischen Hilfeleistung entwickelt“, so der Wehrführer.

Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU) betonte in seiner Laudatio neben der Einsatzbereitschaft auch die soziale Bedeutung der Feuerwehr: „Zur Wehr gehört auch die Gemeinschaft und der Zusammenhalt. Ohne die Feuerwehren wären viele Dorfgemeinschaften um einiges ärmer.“ Er verlas die Glückwünsche von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und überreichte eine Urkunde des Landes Schleswig-Holstein sowie eine Bronzeglocke, die er bei der Übergabe läutete.

„Lieber Herr Kreispräsident, wenn man eine Glocke läutet, muss man einen ausgeben“, scherzte Deichgraf Prinz Udo von Schoenaich-Carolath-Schilden, der selbst als Gastgeschenk zwei Fässer Bier versprach. Seine Hoffnung: ein eigener Generator für die Hetlinger Wehr. Dabei könnte Roland Krügel (CDU), Vorsitzender des Verwaltungsrats des azv Südholstein, helfen: „Ich werde Montag mal schauen, wir ein Notstromaggregat über haben. Das könnte sich die Feuerwehr bei Bedarf leihen.“

Kreiswehrführer Frank Homrich forderte die Aktiven auf: „Behaltet euch den Geist der Feuerwehr bei, die vor 125 Jahren geschaffen wurde. Sprecht miteinander und nicht übereinander“. Eines wünschte den Einsatzkräften an diesem Abend jeder: wenige Einsätze und eine sichere, gesunde Heimkehr.

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