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Stadtradelnbilanz : Die Wedeler strampeln 71.769 Kilometer

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Veranstalter ziehen Bilanz: 654 Teilnehmer waren unterwegs. Kohlendioxid-Einsparungen in Höhe von 10.191 Kilogramm.

Wedel | Die Aktion Stadtradeln findet immer mehr Fans. 2015 waren es noch 200 Teilnehmer, die in drei Wochen 37.400 Kilometer mit dem Rad zurücklegten. Jetzt ziehen die Veranstalter für 2016 Bilanz und können einen deutlichen Anstieg vermelden: 654 Einwohner der Rolandstadt versuchten, das Auto möglichst oft stehen zu lassen und radelten im Aktionszeitraum insgesamt 71.769 Kilometer. Dies entspricht einem eingesparten Kohlendioxidausstoß von 10191 Kilogramm. Die zurückgelegte Strecke entspricht dem 1,75-fachen des Äquatorumfangs. „Mit diesem Ergebnis sind wir durchaus zufrieden“, so Organisator Rainer Hagendorf vom ADFC Wedel im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die gestiegene Teilnehmerzahl sei nach Ansicht der Organisatoren auch darauf zurückzuführen, dass im vergangenen Jahr viele Schüler vor den Ferien nicht mehr für das Stadtradeln gewonnen werden konnten. 2016 funktionierte dies besser.  Die „Altstadthelden“ von der Altstadtschule und die „Miniflitzer“ von der Moorwegschule strampelten sich mit 7577 Kilometern und 12.891 Kilometern auch in der Teamwertung gleich weit nach vorn. Stärker war nur die Radgemeinschaft Wedel mit 17.900 zurückgelegten Kilometern. 

Unter den 26 eingetragenen Teams und diversen kleinen Gruppen befanden sich aber auch zahlreiche Erwachsene, die erstmals dabei waren. So beispielsweise Wedels Stadtsprecherin Stefanie Bossen. Sie ließ das Auto zugunsten von Bahn und Fahrrad stehen. Ihr Fazit: Die umweltschonende Art der Fortbewegung sei zwar zeitintensiver, aber deutlich enspannter.

58-Jähriger wird zum Star

Offizieller Stadtradel-Star war der 58-Jährige Rainer Willer. Der Testingenieur lebt in Wedel, arbeitet aber in Harburg. Trotzdem war es für ihn kein Problem, sein Auto für den Aktionszeitraum demonstrativ auf dem Rathausplatz einpacken zu lassen. Willer freute sich sich jeden Tag, einfach auf zwei Rädern am Stau vorbeizuflitzen und ließ sich auch von gelegentlichen Regenschauern nicht aus der Bahn werfen. In seinem Stadtradel-Blog kommentierte er das Ende des Aktionszeitraum: „Mein Auto steht jetzt vor der Tür und nimmt Platz weg. Vermutlich muss ich für das Teil irgendwann Grundsteuer für die Stellfläche bezahlen. Ich habe am 1. April getankt und der Tank ist immer noch halb voll.“

Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses. Kommunen in Deutschland können daran teilnehmen und an einem frei gewählten Zeitraum von 21 Tagen möglichst viele Bürger zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen. Dadurch sollen die positiven Effekte eines bewussten Auto-Verzichts deutlich gemacht werden. „Ich habe viele positive Rückmeldungen bekommen – die Leute waren mit viel Spaß und Energie bei der Sache“, so Hagendorf.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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