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Hafenkopf in Wedel : Die Stadt hat zwei Investoren

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die verlängerte Frist für die Ausschreibung des Hafenkopfgebäudes ist abgelaufen, die Verhandlungen können beginnen.

Wedel | Die verlängerte Frist für die Ausschreibung des Hafenkopfgebäudes ist abgelaufen, die Verhandlungen können beginnen. Auf der einen Seite Stadt und Politik, auf der anderen zwei Interessenten, die Wedels Filetgrundstück direkt am neuen Hafen kaufen und bebauen wollen. „Seriöse Investoren, die so etwas realisieren könne und auch wollen“, so Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) am Tageblatt-Telefon. Fraglich ist allerdings, inwieweit das, was sie wollen, denn tatsächlich dem entspricht, was sich die Stadt dort vorstellt.

Hotelbau kombiniert mit Hafenbetrieb, so stand es in den Ausschreibungsunterlagen. Mindestens einer der beiden Interessenten hat da indes andere Vorstellungen. Wie das Tageblatt erfuhr, hat der Wedeler Unternehmer Heinrich Schneider erneut seinen Hut in den Ring geworfen. Der hatte bekanntlich schon einmal erklärt, er könne sich den Bau des Hafentor-Komplexes vorstellen – allerdings ohne Hotelbetrieb. Den hatte Schneider seinerzeit durch Gutachter prüfen lassen und verworfen. Hat er zwischenzeitlich seine Meinung geändert?

Nachgefragt bei Ursula Jöhnk, Geschäftsführerin der Schneider Vermögensverwaltung. Sie sagt: „Einen Hotelbau an diese Stelle sehen wir weiter sehr skeptisch.“ Anders dagegen ein städtebaulich anspruchsvolles Gebäude, etwa mit Mischnutzung für Gewerbe, Gastro, Büros, gegebenenfalls auch Wohnungen. Letzte hatte die Stadt bekanntlich bislang ausgeschlossen. Man sei nun gespannt auf die anstehenden Gespräche mit der Stadt, heißt es seitens der Vermögensverwaltung. Und wie steht es mit einem Hafenbetrieb? Dies sei keine Option, so Jöhnk. „Für so etwas fehlt uns die nötige Erfahrung.“

Laut Schmidt sei das Thema Hafen bei beiden Investoren angesprochen worden. In einem Fall sei der Stadt signalisiert worden, dass man sich die Übernahme zusammen mit einem Kooperationspartner vorstellen könne. Problem: Während die Realisierung des Hafenkopfbaus nicht kurzfristig realisiert werden muss, sollen schon 2016 wieder Schiffe im Hafen liegen. Umbau-Ende ist für September 2015 avisiert.

Tatsächlich sei ein Hafenbetrieb zur Saison 2016 weiter das Ziel der Stadt – „je nachdem, wie die Gespräche laufen“, so Schmidt. Und wenn sie schlecht laufen? „Ich habe nicht die Befürchtung, dass wir im kommenden Jahr dort eine tote Wasserfläche haben“, sagt der Verwaltungschef. Ganz aktuell gebe es eine Anfrage für einen Liegeplatz für ein historisches Schiff und von Interessenten, die den Hafen gewerblich für Schiffstörns nutzen wollten. „Da kommt Bewegung rein“, so Schmidt.

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erstellt am 04.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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