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Jugendbolzplatz in Holm : Die SPD will den TSV Holm zur Kasse bitten

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Fraktionschef der Sozialdemokraten bemängelt die Informationspolitik von Sportverein und Bürgermeister in Sachen Jugendbolzplatz.

shz.de von
erstellt am 19.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Holm | Keine Lust auf Politik hat offenbar die Mehrheit der Holmer Kinder und Jugendlichen. Als Bürgermeister Walter Rißler (CDU) vor ein paar Wochen 400 Kinder und Teenager zu einer Jugendversammlung eingeladen hatte, kamen ganze fünf. SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel und Juso-Vorsitzender Max Krause haben sich auf Spurensuche begeben, um an dem Desinteresse zu rütteln. „Die Jugendlichen wussten nicht, was dort geschieht, das ging nicht aus der Einladung hervor“, resümiert Voswinkel. Dabei war ein Thema besonders interessant: Die Verlegung der Halfpipe und des Bolzplatzes.

Der Holmer Nachwuchs steht mit der mangelnden Informationspolitik nicht allein da. „Ich bin Zweiter stellvertretender Bürgermeister und wusste von nichts“, sagt Voswinkel. Hintergrund: Der TSV Holm möchte für seine Baseball-Sparte den Platz vergrößern – und das geht nur, indem das Jugendfreizeitgelände Nahe der Holmer Sandberge aufgegeben und verlegt wird. Kritik übt Voswinkel aber nicht nur am Bürgermeister, sondern auch am Sportverein. „Der TSV hätte die Jugendlichen mit einbinden sollen, wenn er die Hand auf ihre Fläche legt.“ Der Sozialdemokrat bekräftigt seine Forderung, dass der TSV an den möglichen Verlegungskosten beteiligt werden müsse. Denn in den derzeitigen Standort habe die Gemeinde in der jüngsten Vergangenheit kräftig investiert. Die Halfpipe für Skater sei aufgemotzt, ein etwa 3000 Euro teurer zweiter Basketballkorb aufgestellt worden, und die Fläche wurde asphaltiert. Auch der Zugang sei freigeschnitten worden. Voswinkel: „Die Bauhofmitarbeiter haben richtig viel gearbeitet.“

Gegen eine Verlegung habe die Sozialdemokraten nichts. Im Gespräch ist eine Fläche hinter dem TSV-Tennishaus. Aber sie plädieren für eine Kostenbeteiligung an der Neugestaltung durch den TSV. „Und es darf keine qualitativen Abstriche geben“, betont Krause. Bis alles in trockenen Tüchern ist, sollte die Jugend am alten Standort endlich einen Sitzplatz aufstellen können. „Wir können die Jugendlichen nicht wieder hinhalten, dann fühlen sie sich richtig veralbert“, sagt Voswinkel.

Das Thema wird vor der Weihnachtspause die politischen Gremien beschäftigen. So steht bei der nächsten Sozialausschusssitzung am Donnerstag, 27. November, der Punkt „Neugestaltung neue Freizeitfläche (Bolzplatz / Halfpipe)“ auf der Tagesordnung. Die Beratungen im Haus der Gemeinde, Schulstraße 12, beginnen um 20 Uhr.

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