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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:58 Uhr

GHS-Anbau : Die SPD schlägt Alarm

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Finanzierung: Die Sozialdemokraten pochen auf die Realisierung trotz Kostensteigerung. Kompensation durch Geestrand-Weg und Anleger.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | Bereits bei der Ausschreibung des ersten Gewerks für den Anbau der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) eine Kostensteigerung von rund 30 Prozent: Die Sozialdemokraten schlagen Alarm. Zwar handelt es sich lediglich um Erdarbeiten und die absoluten Mehrkosten liegen noch im vierstelligen Eurobereich, erklärte Jens Zwicker, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement aus Nachfrage. Angesichts der aktuellen Entwicklung im Baugewerbe musste er dennoch vor möglichen spürbaren Verteuerungen des 700  000-Euro-Projekts warnen.

„Die Baubranche boomt, das führt zu höheren Preisen“, sagt auch SPD-Fraktionsvorsitzende Sophia Jacobs-Emeis. Ihre Partei befürchtete angesichts dieser Entwicklung daher, andere Fraktionen könnten den Anbaubeschluss kippen. Daher formulierte die SPD einen Antrag, wonach die GHS-Expansion trotz Kostensteigerung realisiert werden solle. Er ist Top 4 der morgigen Ratssitzung. „Die GHS kann so nicht weiterarbeiten“, so Jacobs-Emeis. Ob der Antrag indes verhandelt wird, ist fraglich: Gestern sagte die Sozialdemokratin im Gespräch mit unserer Zeitung, ihre Fraktion werde den Antrag möglicherweise zurückziehen, da sich alle Parteien zum jetzigen frühen Zeitpunkt für eine Fortsetzung des Projekts aussprechen würden. Kippt die Stimmung, gilt die Forderung dennoch. Und unabhängig davon greift schon jetzt der Kompensationsvorschlag, den die Sozialdemokraten mit ihrer Forderung verbinden. Zur Deckung der Mehrkosten sollen die Mittel für den B-Plan 76, Teilbereich zwei, zur Realisierung des Rad- und Fußwegs am Geestrand rangezogen werden. 280.000 Euro sind dafür mit Sperrvermerk im Haushalt eingestellt. Weitere Mittel sollen gegebenenfalls aus dem mehrheitlich beschlossenen Bau des Traditionsschiffe-Anlegers kommen, den die SPD ablehne, so Jacobs-Emeis. Das Projekt schlägt mit 340.000 Euro zu Buche. Als dritten Kompensationsvorschlag führt die SPD den Kreuzungsumbau an der Industriestraße an.

Laut Zwicker laufen derzeit die weiteren Ausschreibungen. Die Verwaltung hoffe, wie geplant in den Sommerferien mit dem Anbau an den Rosengartenflügel beginnen und ihn in diesem Jahr abschließen zu können. Durch Verlängerung des Bestandsgebäudes sollen drei Klassenräume und ein zusätzlicher Raum für die Gemeinschaftsschule entstehen. Die kämpft bereits seit Monaten gegen zunehmende Raumnot. Sechs zusätzliche Klassen muss die GHS aktuelle über ihren eigentlichen Kapazitäten unterbringen. Möglich ist dies nur durch Aufstellung von Containern sowie die Umwidmung von Fachräumen. In einem zweiten Bauabschnitt könnten durch Aufstockung am Mühlenweg vier weitere Räume entstehen. Der Beschluss dafür steht indes noch aus. Die Verwaltung bereitet laut Zwicker aktuell eine entsprechende Vorlage vor, die noch im laufenden Jahr in die Gremien kommen soll.

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