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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. August 2017 | 02:13 Uhr

Wedel : Die Seniorenjobbörse kommt ins Rollen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Wedeler gründen die Arbeitsvermittlung „60-Plus-Jobs“. Das Ziel: Die Kompetenzen erfahrener Rentner sollen dem Arbeitsmarkt erhalten bleiben.

Wedel | Jahrelang jede Woche 40 Stunden arbeiten. Und nach dem Ruhestand? Manch einer bekleidet ein Ehrenamt, andere kümmern sich um die Enkel. Aber nicht jeder hat genug von der Arbeit. Drei Wedeler planen derzeit eine Jobbörse für Senioren. Das Augenmerk liegt dabei auf speziellen Fachkräften, zum Beispiel im IT-Bereich. „Wir haben uns mit dem allgemein von unserer Gesellschaft vorgesehenen Altersruhestand noch nicht abgefunden“, sagt die Initiatorin von „60-Plus-Jobs“, Hildtraut Dorfmann-Krahwinkel.

Gemeinsam mit Wolfgang Lösekann und Cornelia Meyer-Schulz hat die 66-Jährige eine Planungsgruppe gebildet. Zuvor hatte sie in dieser Zeitung mögliche Mitstreiter gesucht. Das Trio ist der harte Kern. Gemeinsames Ziel: eine Arbeitsvermittlung für Senioren ins Leben rufen, die passgenaue Verbindungen zwischen Senioren und Arbeitswelt im Raum Wedel herstellt. Aus diesem Anlass hatte Dorfmann-Krahwinkel im Frühjahr eine Umfrage gestartet. Die pensionierte Oberstufenlehrerin für Mathematik und Wirtschaft befragte zirka 65 ältere Damen und Herren. Allgemeiner Tenor: Ja, wir wollen arbeiten, und das nicht nur ehrenamtlich.

Laut Dorfmann-Krahwinkel fanden fast alle Frauen und Männer eine solche Arbeitsvermittlung hilfreich. „Senioren müssen oder wollen nach ihrer Verrentung einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen“, sagt sie. Das Planungsteam möchte nun für sich und Gleichgesinnte, die eine Beschäftigung suchen, eine Plattform schaffen. „Wir denken zum Beispiel an qualifizierte Teilzeitarbeit oder Jobsharing“, sagt Dorfmann-Krahwinkel. „Vor allem bei Plätzen, die Jüngere nicht besetzen wollen oder können, die kurzfristig oder vorübergehen besetzt werden müssen, oder für Schulungen und Coaching von vorhandenen Arbeitnehmern“, erläutert sie. Dabei denke das Team nicht an die Vermittlung von Niedriglohn-Jobs, die in Konkurrenz mit dem regulären Arbeitsmarkt treten.

Die Jobbörse für Wedel wollen sie ehrenamtlich betreiben. Dafür suchen sie noch Unterstützung. „Gern würden wir den harten Kern unseres Kompetenz-Teams durch weitere 60-Plus-Kompetenz aus Handwerk, kaufmännischer Praxis und dem IT-Bereich erweitern“, so Dorfmann-Krahwinkel. Die Treffen sollen mittwochs um 19 Uhr stattfinden. Ein genauer Raum wird noch gesucht. „Außerdem sind wir mit Unternehmen im Gespräch, um abzuklären welchen Bedarf es an Teilzeitarbeitsplätzen gibt“, so Dorfmann-Krahwinkel.

Kontakt: Wer sich an die Planungsgruppe von „60-Plus-Jobs“ wenden will, schreibt eine E-Mail an: 60.plus.jobs.wedel@gmail.com
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erstellt am 10.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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