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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. November 2017 | 07:09 Uhr

Die Sehnsucht nach Verjüngung

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Concordia Hohenhorst Haselaus ältester Verein besteht seit 125 Jahren / Gelungenes Chorkonzert vor etwa 150 Gästen

Wie feiert ein Chor seinen 125. Geburtstag? Mit Gesang natürlich. Die 13 Sänger des Männergesangvereins Concordia Hohenhorst von 1892 machten da keine Ausnahme. „Wahre Freundschaft“ schmetterten sie in ihrem Vereinslokal, dem Jägerkrug Hohenhorst, in den Saal. Ouvertüre zu einem Jubiläumskonzert, zu dessen reichhaltigen Programm auch die Chorgemeinschaft Heist-Wedel und die Haseldorfer Liedertafel beitrugen.

Der Andrang war groß. Die rund 150 Stühle im Saal waren schließlich fast alle besetzt. Angehörige und Freunde der Sänger sowie Gäste aus Gemeinden im Umland füllten die Reihen. Bürgermeister Walter Rißler (CDU) aus Holm war da, Peter Haker von der Heidgrabener Liedertafel, Rudolf Zilles (SPD), seit 36 Jahren Gemeindevertreter in Haselau, hatte Ehefrau Bärbel mitgebracht. Da musste Zeit zum Klönen sein. Es gab interessante Gespräche über die Apfelernte. Am Wahltag im nahen Niedersachsen natürlich auch über Politik. So vergingen die ersten 90 Minuten des Nachmittags.

Ein leckeres Tortenbüfett verwandelte die Zeit vor dem Eröffnungslied in süßen Genuss. Vereinschef Rolf Hermann, zugleich Bürgermeister von Haselau, machte die Runde mit Serviertablett und trug Gläser voller Sekt, Saft oder Bier an die Tische, damit niemand auf dem Trocken saß.

Natürlich gehörten auch Grußworte und Reden zur 125-Jahr-Feier. Herrmann gab in seiner Festansprache einen ausführlichen Rückblick auf die Vereinsgeschichte und begrüßte Heini Jürgs besonders herzlich. Der war bereits aktiv dabei, als der Verein sich nach 1945 neu konstituierte. Der Vereinschef hat selbst viel von der neueren Geschichte der Sängerschar mitgestaltet. Seit fast 30 Jahren ist Hermann Vorsitzender. Etwas wehmütig erinnerte er an frühere Jubiläen, das riesige Fest zum 100. Jahrestag etwa oder auch zum 120., als der Verein immerhin noch 24 Sänger auf die Bühne brachte. An diesem Nachmittag waren es nur zwölf, denn ein Sänger war krank geworden. Ihr durchschnittliches Alter ist auch recht hoch. Gemeinsam bringen sie es auf 876 Jahre, überschlug Hermann. Umso mehr Lob fand er für Chorleiterin Alla Kuklja, die sich mit großem Ehrgeiz bemühe, das Repertoire der schrumpfenden Truppe auf dem Laufenden zu halten.


Singen fördert die Geselligkeit


Damit es weitergehen kann, brauche der Chor zusätzliche Sangesbrüder. Hermann und seine Mitstreiter wurden nicht müde, die vielen guten Seiten des gemeinsamen Singens ins rechte Licht zu rücken. Es fördere die Geselligkeit, begründe Freundschaften und sei nicht zuletzt ein Bonus für die Gesundheit, zählten sie auf. Die 13 Sänger treffen sich immer donnerstags ab 19 Uhr im Vereinslokal Jägerkrug, Hohenhorster Chaussee 3. Reinschnuppern ist ausdrücklich erwünscht.


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