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Treppenaufgang zu kurz : Die Schulcontainer an der Albert-Schweitzer-Schule sind gesperrt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zwei Klassen sind vorübergehend in Fachräumen untergebracht. Am Wochenende soll nachgebessert werden.

shz.de von
erstellt am 01.Sep.2015 | 16:30 Uhr

Wedel | 120.000 Euro haben die zwei neuen Container für die Albert-Schweitzer-Schule (ASS) gekostet. Doch unterrichtet wurde dort zum gestrigen Schuljahresanfang niemand. Stattdessen versperrte rot-weißes Flatterband den Zugang zu den provisorischen Klassenzimmern. Der Grund: Eine Treppe zum Containereingang endet zirka 50 Zentimeter über dem Boden, die andere immerhin etwa 20 Zentimeter. Gerade für Grundschüler bedeutet das eine sportliche Herausforderung, die aus Sicherheitsgründen nicht praktikabel ist.

Die neuen Container wurden bereits Ende Juli angeliefert und auf die bereits vorhandenen Container aufgesetzt. Warum sind die Treppen nach über einem Monat immer noch zu kurz? Jens Zwicker vom Gebäudemanagement der Stadt Wedel schafft Klarheit: „Die Länge der Treppen ist genau so genormt wie die Größe der Container.“ Um Bodenunebenheiten auszugleichen, mussten die provisorischen Klassenräume auf dem ASS–Hof aber auf Blöcke gestellt werden. Die Stadt beauftragte daher einen Schlosser, um eine Verlängerung anzuschweißen.

Dann grätschte jedoch der zuständige Brandschutzingenieur dazwischen. Er drohte, die Abnahme zu verweigern. Der Grund ist die DIN-Norm 18065. Sie regelt den Aufbau von Gebäudetreppen in Deutschland. „Demnach muss nach je 18 Stufen ein breiteres ‚Erholungspodest‘ eingebaut werden“, erklärt Zwicker. Die Treppen im ASS-Hof sind momentan genau 18 Stufen lang. Zwicker: „Wir mussten daher dem Schlosser einen neuen Auftrag erteilen“. Der Fachmann konstruiert nun also Verlängerungsstufen mit den vorgeschriebenen Podesten. Am Wochenende soll die Installation erfolgen. Mehrkosten entstünden der Stadt zum Glück nicht, betont Zwicker.

Und die Schule? Birgit Pausmer, die gerade die Interims-Schulleitung der ASS unterstützt, nimmt es gelassen: „Wir sind ein kreatives Team.“ Zwei Wochen vor Ferienende hatten die Verantwortlichen an der Schule von den fehlenden Stufen erfahren. Zeit genug, um Lösungen zu finden. Die beiden heimatlosen Klassen sind vorübergehend in einem Fachraum beziehungsweise in einem Raum für Daz-Unterricht einquartiert. Für eine Woche sei das Provisorium zu bewältigen.

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