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Einweihung in Wedel : Die Schulbücherei wird Leseparadies

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Auf Initiative der Eltern möbeln professionelle Gewerke den Leseraum der Moorwegschule ganz neu auf.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | Die Freude stand Sabine Foßag, Schulleiterin der Moorwegschule, ins Gesicht geschrieben, als sie von der Überraschung berichtete, die nach den Sommerferien auf sie wartete. Heinzelmännchen seien in der unterrichtsfreien Zeit aktiv gewesen und hätten, ohne dass irgendjemand aus der Schulleitung irgendetwas wusste, die alte Schulbücherei in ein neues, herrliches Leseparadies verwandelt. Das galt es jetzt gebührend einzuweihen. Vertretern der Stadt sowie Eltern, Lehrern und Gästen wurde in einer kleinen Feierstunde das Ergebnis der Verwandlung präsentiert und den Initiatoren, Koordinatoren, Handwerkern und Sponsoren der Aktion noch einmal offiziell gedankt.

Maike Freriks, Klassenlehrerin der 3  b und Initiatorin des Lesezimmers, erinnerte an die Anfänge der Schulbücherei. Schuld sei eigentlich der Nichtrauchererlass gewesen, erzählte sie. Mit dem Rauchverbot in der Schule wurde das Raucherlehrerzimmer frei. Ein winzig kleiner Raum, den man doch zur Bücherei umbauen könnte, so ihre Idee damals. Aber der kalte Rauch brauchte ewig, um aus den Wänden zu verschwinden, und genug Platz bot das Zimmer auch nicht. Auf der Suche nach einer Alternative stieß sie auf eine Abstellkammer. Ein „rummeliger Resteraum“, in dem Karten und anderes Material lagerten. Das wurde herausgeschafft, die Wände gestrichen und Regale aufgestellt. Aufgefüllt wurden sie mit allen möglichen Büchern, die zu finden waren. Beispielsweise Hanny-und- Nanny-Bände, berichtet Freriks und lacht. „Heute ist, glaube ich, kein einziges Buch von den ersten mehr im Bestand. Und das ist ja auch gut so.“

Der ganze Fundus ist inzwischen ausgetauscht. Für eine Grundschule halte er eine ganz außergewöhnliche Auswahl bereit, so Freriks. Aber sonst sei seit der Eröffnung 2005 nichts gemacht worden. „Der Bodenbelag war sogar noch von 1971“, wußte Foßag.

Neue Leseorte zu entdecken

Jetzt stahlen die Wände in Taubenblau und Weiß. Sitzkissen laden zum Lümmeln ein und auch der neue Bodenbelag wird von den Kindern als Leseort in Beschlag genommen. Die Schüler können es sich nicht nur auf einem breiten Regal gemütlich machen, sondern auch darein hineinkriechen. Selbst den Computer für die Ausleihe hatten die Heinzelmännchen in ihrem Renovierungsrausch nicht vergessen.

Das Ehepaar Meister, das für diesen Clou verantwortlich die Fäden in der Hand hielt, wurde von Foßag mit einem extra Blumenstrauß bedacht. Aber auch alle anderen Beteiligten bekamen von den Kindern selbstgebastelte Medaillen um den Hals gehängt. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, so die beiden Projektleiter. „Die Bereitschaft von allen mitzumachen, hat uns beflügelt und motiviert“, gaben sie den Dank weiter.

Für musikalische Unterhaltung sorgten die Grundschüler selbst: Auf die Melodie von Rolf Zuckowskis Geburtstagslied „Heute kann es regnen“ sang die 3b mit großer Lust ein selbtsgedichtetes Lob auf die neue Bücherei. Und Foßag und Freriks nutzten schließlich noch die Gunst der Stunde, um an die Adresse der Stadt ein Anliegen vorzubringen. Sie wünschten sich, dass die weißen Wände im Vorraum zur Bücherei von professionellen Künstlern nach Ideen der Schule bemalt werden. „Erste Kontakte sind bereits geknüpft“, sagte Foßag in Richtung Verwaltung.  

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