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Diskussion über das „Nenngeld“ : Die Reiter sind sauer über hohe Abgaben

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung steht in der Kritik. Der Reit- und Fahrverein ist der Meinung, dass vier Euro Nenngeld für Veranstalter kleiner Vereine zu hoch sind.

Haselau | Die Mitglieder des Reit-und Fahrvereins von Uetersen und Umgebung von 1924 konnte auf ihrer Jahreshauptversammlung insgesamt zufrieden auf ein gutes und erfolgreiches Jahr 2015 zurückschauen. Vorsitzender Jens Hauschildt begrüßte mehr als 60 Mitglieder im Haselauer Landhaus und wünschte erst einmal guten Appetit zum gesponserten Abendessen, das vom Juniorchef des Landhauses Jan Hermann Lienau zubereitet worden war.

Hauschildt ließ das vergangene Jahr Revue passieren und hob dabei das alle zwei Jahre stattfindende dreitägige Mammut-Reitturnier in Heist mit etwa 1400 Nennungen, mehr als 800 Pferden und der Hilfe von 80 Ehrenamtlichen des Vereins hervor. Er dankte allen Beteiligten und Sönke Kühl für die Beschaffung von Sponsoren, ohne die ein Turnier mit so erheblichem Organisationsaufwand gar nicht möglich sei, so der Vorsitzende. Es müsse auf Konkurrenzveranstaltungen bei den Terminen geschaut, Erlaubnis eingeholt, Richter eingeladen und Richterwagen beschafft werden.

Schriftwartin Nicole Böttcher wurde mit Blumen verabschiedet.
Schriftwartin Nicole Böttcher wurde mit Blumen verabschiedet. Foto: Heer

Zudem seien Toilettenwagen und eine teure digitale Anzeigentafel zu mieten. Damit nicht genug: Auch entstünden Kosten für die Preisgelder und besonders schöne Schleifen. Alles kein Problem für den Vorstand, aber wirklich ärgerlich seien die 4000 Euro gewesen, die für den Landesverband der Reit-und Fahrvereine Schleswig-Holsteins an Nenngeldern nur für eine Eintragung von Reitern, Pferden und Platzierungen in den Ranglisten der FN- der Deutschen Reiterlichen Vereinigung- angefallen seien, beklagte Hauschildt sich über die aus seiner Sicht unverhältnismäßig hohen Abgaben.

Auch Jugendwart Niels Ostmeier ist verärgert über das FN-Monopol, denn bei vier Euro pro Nennung kämen auf die kleinen Vereine bei großen Turnieren immense Kosten zu. Er befürchtet, sie könnten dabei im Kampf gegen die großen Vereine verlieren. Ostmeier plädiert für eine vorher vereinbarte Pauschale, damit eine gute Finanzplanung vorab bei der Ausrichtung eines Turniers möglich sei.

Auch Wahlen standen an: Fabian Hauschildt ist zum Internetbeauftragten gewählt worden. Schriftführerin Nicole Böttcher hat ihr Amt an den Nagel gehängt. Jeanette Möller wurde einstimmig zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Kassenprüferin ist Sonja Helmers.

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