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Kita-Bau in Wedel : Die Politik tritt auf die Bremse

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Entscheidung über Neubau auf dem Bolzplatz der Moorwegschule ist vertagt. Schulleiterin übt deutliche Kritik an Standortwahl.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | Wedels Politik tritt beim Bau einer neuen Großkita auf dem Bolzplatz neben der Moorwegschule auf die Bremse. Die Entscheidung über den entsprechenden Antrag der Verwaltung vertagten sowohl der Planungsausschuss am Dienstag als auch der Bildungsausschuss am Mittwoch. Der Bau soll 130 neue Kita-Plätze für die Rolandstadt bringen.

Die Verwaltung hatte die Dringlichkeit des Projekts aus zwei Gründen betont: Die Auslastung der bestehenden Einrichtungen, vor allem im Krippenbereich und auslaufende Förderprogramme. Die Lage bei den Bundesmitteln zum Kita-Bau sei allerdings unübersichtlich. Nach derzeitigem Stand läge die Deadline am 30. April. „Dafür sind wir auf jeden Fall zu spät“, so Burkhard Springer, Fachdienstleiter Bildung, im entsprechenden Ausschuss. Allerdings könnten die Fristen einige Monate verlängert werden. Dann wäre Eile geboten. Dass die bestehenden Kita-Standorte auf keinen Fall mehr erweitert werden können, machte Springer unmisständlich klar.

Die Fraktionen wollen dennoch nichts überstürzen. Die CDU legte der Verwaltung zunächst einen Fragenkatalog vor. Genau wie die anderen Parteien äußerten die Christdemokraten vor allem Skepsis angesichts des vorgeschlagenen Standorts. Moorweg-Schulleiterin Sabine Foßhag hielt mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg: „Ich sehe den Standort sehr kritisch.“ Die Schule würde 3500 Quadratmeter Fläche verlieren, die für das Sportangebot und Projekte der Schule wichtig seien. Das Areal werde unter anderem für das Leichtathletiktraining genutzt, die Sportabzeichen dort abgenommen. Erschwerend käme hinzu, dass zwei neue Schulcontainer auf dem Hof aufgestellt werden und die verfügbare Freifläche weiter verkleinert wird. Beim Bau einer neuen Kita befürchtet Foßhag außerdem eine steigende Lärm- und Verkehrsbelastung für die Schule. „Ich kämpfe für den Erhalt des Bolzplatzes, solange es geht“, so ihr Schlusswort.

Grüne, SPD und FDP sprachen sich alle dafür aus, noch einmal über das Alternativgrundstück an der Wiede nachzudenken. Für diesen Standort kalkuliert die Verwaltung allerdings mit einem anderthalb Jahre währenden B-Plan-Verfahren. Zum vor allem von der SPD favorisierten Bau einer Kita im möglichen neuen Stadtteil Wedel-Nord betonte Springer: „Laut unserer Planungsabteilung können wir dort nicht einfach Flächen erwerben.“ Die Diskussion wird in den kommenden Sitzungen im April weitergeführt werden.

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