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Bildungsausschuss Wedel : Die Politik stockt das Personal für Bildung auf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Anträge von der VHS und verschiedenen Schulen wurde teilweise abgesegnet.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Wedel | Drei Anträge zur Ergänzung des Stellenplans lagen beim Bildungsausschuss auf dem Tisch. Die Politiker griffen jedoch nur zögerlich ins Stadtsäckel. Während der Antrag der VHS auf zwei festangestellte Sprachlehrer einstimmig angenommen wurde, müssen Ernst-Barlach-Gemeinschaftgsschule (EBS) und Albert-Schweitzer-Schule (ASS) Abstriche machen. Die Barlachschule erhält nur 40 Stunden in der Woche für eine Erzieherstelle, die ASS lediglich 20 Stunden für Sozialarbeit.

Beantragt hatten die Bildungseinrichtungen eigentlich 80, beziehungsweise 30 Stunden. Die Fronten in der Diskussion waren für beide Anträge schnell klar. Während SPD, Grüne und Linke ihre Zustimmung ankündigten, beharrten die Christdemokraten auf dem Sparkurs der Kommune und blieben beim Nein. In beiden Fällen fand sich so letztlich eine Mehrheit für den Kompromissvorschlag der WSI.

Die EBS wollte eigentlich zwei neue Erzieher einstellen. Derzeit kümmert sich eine einzelne Erzieherin um 556 Schüler. Für das Team der Bildungseinrichtung kein tragbarer Zustand angesichts der Herausforderungen des gebundenen Ganztagsangebots. „Wir können Kinder derzeit nicht verantwortungsvoll betreuen und haben daher den Sportplatz geschlossen“, sagte Dorothea Snakker. Die Pädagogin leitet das Ganztagsangebot. Heidi Gahling (CDU) verwies dagegen auf das kontinuierlich gewachsene Angebot an Betreuungsangeboten von Kooperationspartnern wie Vereinen. Die Sozialdemokraten forderten vergeblich weitere zehn Stunden für die Koordination des Ganztags.

Die Albert-Schweitzer-Schule hatte ebenfalls Alarm geschlagen. Das aktuelle Kontingent an Schulsozialarbeit reiche gerade aus, um Fälle von Kindswohlgefährdung zu bearbeiten. Für Prävention bliebe keine Zeit. Die Christdemokraten lehnten den Antrag mit Hinweis auf den Gleichheitsgrundsatz ab. Bei einer Aufstockung müssten auch andere Grundschulen mit zusätzlichem Personal versorgt werden. Heidi Keck (SPD) hielt dagegen: Die Schule habe als einzige Grundschule ein gebundenes Ganztagsangebot und brauche gerade deswegen mehr Arbeitskräfte.

Einstimmig war hingegen die Entscheidung zu Gunsten der VHS. Angesichts der Flüchtlingszahlen erhält die Einrichtung zwei Sprachlehrer. Dafür werden Mehrausgaben von 25.000 Euro im Jahr fällig.

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